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Auslöser von chronischen Rückenschmerzen

Für die Entstehung von chronischem Rückenschmerz sind verschiedene Auslöser verantwortlich. Falsche Bewegungsgewohnheiten und auch psychosoziale Faktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle. Der Schmerz sollte in keinem Fall bagatellisiert werden.

Risikofaktoren für chronische Rueckenschmerzen-131532646.jpg
Viele Faktoren im Leben können auf Dauer Rückenleiden verursachen.
Getty Images/iStockphoto

Hinter anhaltenden Rückenschmerzen können sich schwerwiegendere Krankheiten wie Wirbelsäulenerkrankungen, Osteoporose, Tumoren oder Erkrankungen anderer Organe verbergen. Doch in vielen Fällen kann die Ursache für den akuten Schmerz beseitigt werden und die Betroffenen leiden dennoch weiter.

Akute Rückenschmerzen führen oft zu einem Teufelskreis: Die Schmerzen bewirken, dass die Patienten eine Schonhaltung einnehmen und sich weniger bewegen. Dies senkt auf Dauer die Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit des Bewegungsapparates, wodurch die Schmerzen weiter anhalten oder sich sogar verstärken. Die Betroffenen spüren dies und schränken ihre Aktivitäten weiter ein, anstatt aktiv dagegen anzukämpfen.

Risikofaktoren für chronische Rückenschmerzen im Überblick:

  • Anhaltende Fehl- und Überbelastung des Rückens und der Gelenke, zum Beispiel beruflich bedingt.
  • Depressive Stimmungslage: Eine negative Grundstimmung, zum Beispiel als Folge von anhaltendem Stress in Privat- oder Berufsleben, führt zu verstärkter Muskelanspannung und fördert die Chronifizierung von Rückenschmerzen in erheblichem Maße. Die Betroffenen konzentrieren sich sehr stark auf ihren Schmerz und empfinden ihn als besondere Bedrohung.
  • Bagatellisierende Haltung: Auch der Versuch, Schmerzen zu ignorieren und zu bagatellisieren, erhöht das Risiko für deren Chronifizierung. Vor allem Personen, die von klein an auf Leistung und Durchhalten getrimmt sind, muten sich oft zu viel zu und belasten ihren Körper zu stark.
  • Unfähigkeit zur Kommunikation von Schmerz: Personen, die ihrer Umwelt das Ausmaß ihrer Schmerzen nicht verbal mitteilen können, drücken sich häufig durch entsprechende leidende Körperhaltung und Mimik aus. Auch sie neigen zur Entwicklung von chronischem Rückenschmerz.

Insgesamt scheinen die psychosozialen Faktoren für die Entstehung chronischer Rückenschmerzen eine größere Bedeutung zu haben, als körperliche Belastungsfaktoren. Verhaltenstherapie spielt daher bei der Behandlung von Patienten mit Rückenschmerzen eine entscheidende Rolle.

Autor: Kathrin Sommer
Letzte Aktualisierung: 10. September 2013
Quellen: BMBF, "Chronischer Schmerz", 2001; DEGAM-Leitlinie Kreuzschmerzen, 2003; Leitlinien der DGPM zu anhaltender somatoformer Schmerzstörung, 1999; Medical Tribune, 2002/03; Herbert Lippert: Lehrbuch der Anatomie

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