Erbliche Rückenbeschwerden

Chronische Kreuzschmerzen liegen oft in den Genen

Eine Studie an Zwillingen offenbart, dass Rückenschmerzen auch Veranlagung sein können. Für Betroffene ist es umso wichtiger, diejenigen Risikofaktoren zu minimieren, auf die sie Einfluss nehmen können - zum Beispiel, indem sie Bewegungsmangel den Kampf ansagen.

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Zwillinge: Rückenschmerzen sind teilweise genetisch bedingt, aber dennoch kein Schicksal, in das man sich fügen muss.
Getty Images/Fuse

Bewegungsmangel, Dauersitzen und einseitige Fehlhaltungen sind als Auslöser von Rückenschmerzen unbestritten. Einem weiteren Stück des Ursachen-Puzzles sind australische Forscher nun auf die Spur gekommen: Dazu untersuchten sie 105 Zwillingspaare - sowohl ein- also auch zweieiige. Zusätzlich dokumentierten sie Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Bewegung, Gewicht und Alkoholkonsum von den 210 Probanden. Ihr Durchschnittsalter betrug knapp 40 Jahre.

Chronische Rückenschmerzen gehäuft bei eineiigen Zwillingspaaren

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Wie sich zeigte, litt bereits über die Hälfte aller Studienteilnehmer an chronischen Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule. Dabei waren vor allem diejenigen gefährdet, deren Zwilling es ebenfalls im Kreuz hatte. Besonders hoch scheint das Risiko erblich bedingter Rückenschmerzen bei eineiigen Zwillingen zu sein - es war laut Studie fünffach erhöht verglichen mit den zweieiigen Zwillingspaaren.

Auf vermeidbare Rückenschmerz-Risiken konzentrieren

Alles in allem sind Kreuzbeschwerden zu 32 Prozent erblich, errechneten die australischen Forscher anhand der Daten. Auf die Gene allein kann also niemand die Schuld am Rückenleid abwälzen. Das zeigte sich besonders deutlich an den Zwillingspaaren der Studie, von denen nur einer an tief sitzenden Rückenschmerzen litt. Hier waren den Befragungen zufolge zum Beispiel langes Sitzen, genereller Bewegungsmangel oder schwere Gartenarbeit die Auslöser - also die alten Bekannten unter den Risikofaktoren für Rückenschmerzen.

Die hartnäckigsten Mythen zu Rückenschmerzen

Autor:
Letzte Aktualisierung: 23. Mai 2015
Quellen: Studie zur Erblichkeit chronischer Rückenbeschwerden: Junqueira, DR et al. Eur J Pain 2014 April 15. doi: 10.1002/ejp.506

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