hansbuchwald
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20.12.2012 | 18:02 Uhr | Von hansbuchwald

Diagnose Osteochondrose und Retrospondylose

Guten Tag Herr Dr.,

ich bin 39 Jahre und habe in Juni einen plötzlichen Schmerz in der HWS verspührt. Ein MRT brachte EINEN Befund/Beurteilung vom Radiologen:
Keine frischere Wirbelläsion. Multisegmentale chronische Osteochondrose mit grober Retrospondylose paramedian links betont bei C5/6. Hierdurch Bedrängung des Rezessus linksseitig, aber kaum der Nervenwurzel. Keine Myelonbedrängung, keine Myelopathie, kein Bankscheibenprolaps. Etwas Streckfehlhaltung mittlere und craniale HWS. Kleine Bandscheibenprotrusion in der Medianlinie bei C6/7 ohne wesentliche einengende Auswirkung. Keine Foraminalenge.
Zusammenfassend: chronifizierte Osteochondrose bei C5/6 links paramedias. Kein frischeren Taumafolgen. Insbesondere keine Myeloapthie.

Ich habe ebenfalls wiederkehrend Probleme in beiden Sprunggelenken (Schleimbeutel). Habe von der Pysiotherapie Muskelaufbau verordnet bekommen, doch wie geht es weiter? Habe seit 6 Monaten immer noch leichtere Beschwerden und bin gerade Familienvater geworden.

Vielen Dank im Voraus
H. Buchwalt

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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21.12.2012, 09:53 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Herr Buchwalt,

Erst einmal Glückwunsch zum Nachwuchs.

Zu Ihrer HWS: hatten Sie einen Unfall vor mehreren Jahren? Es gibt deutliche Hinweise auf ein altes Trauma, bei dem ihre Halswirbelsäule durch beispielsweise ein Schleudertrauma geschädigt wurde und sie nun durch eine Vielzahl kleinster Fehlstellungen nun unter den genannten Beschwerden leiden.
Glücklicherweise beziehen sich die Befunde stets nur auf den Bewegungsapparat und ihre Nervenbahnen sowie das Rückenmark sind unbeeinträchtigt.

Eine Festigung der der Muskulatur als Stütze für die Wirbelkörper ist die einfachste und nachhaltigste Methode. Das Training muss aber langsam gesteigert werden und ihr Körper mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden, damit Sie auch Muskelmasse aufbauen können.

Bei der aktuellen Ausprägung des Befundes können Sie ihre Vaterrolle ohne Sorgen annehmen. Das Gewicht des Babys ist nicht zu hoch, als dass Sie es nicht heben dürften. Vorsichtig sollten sie dann im laufe der Zeit werden, wenn ihr Kind immer aktiver wird und von Ihnen gehobenere getragen werden möchte. Die klassische Bewegung das Kind so hoch zu heben bis es in den gesteckten Armen des Papas die Welt von Oben betrachtet - was für größtes Vergnügen beim Nachwuchs sorgt - und sie mit überstreckter Halswirbelsäule nach oben Blicken, wird sicher nicht Ihre Paradedisziplin werden: diese Bewegung wird Ihnen schmerzen und sollte nur nach erfolgreicher Physio in Ihr Spiel einfließen.

Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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30.12.2012, 09:23 Uhr
Kommentar von hansbuchwald

Hallo Lifeline Gesundheitsteam,

aber was ist mit der groben Retrospondylose? Mein Reumathologe machte zwar die Bemerkung, dass wäre nicht so schön, aber mehr auch nicht.

Dazu muss ich erklären, dass ich bereits in der Vergangenheit öfters Probleme hatte. Hier mein Befund des MRTs aus 2009.
Fragestellung/Rechtfertigende Indikation:
Vor einer Woche Fußballunfall. Infekt im rechten Sprunggelenk. Der Pat. berichtet, das ein ähnliches Problem bereits vor 1 Jahr aufgetreten sei.

Ganzkörper-Mehrphasen-Knochen- und Gelenk-Szintigraphie vom 03.12.09: (700 MBq Tc-99m MDP) Sequenz- und SPECT-Untersuchung der Sprunggelenke:

In allen drei Phasen hoch pathologische Aktivittsmehrspeicherung im gesamten Sprunggelenk lins. Höhere Aktivittsaufnahme in der 8. und 9. Ruippe an der Knorpel- Knochengrnze rechts. Minimal Mehrspeicherung im kaudalen Bereich des li. ISGs, hier dürfte es sich um Fehlbelastung handlen. Auffällig ist, dass sich auch im rechten Sprunggelenk im Frühzintigramm ebenso wie im Weichteilszintigramm eine diskrete Mehrspeicherung nachweisen lässt.
Diskrete Mehrspeicherung im Tibiakopf bds.. Diskrete Mehrspeicherung auch bds, in Hüftgelenken, für das Alter eher ungewöhnlich. hnliche Befunde werden meist bei einer beg. Coxarthrose gesehen. Geringe Mehrspeicherung kortikal im Bereich der Tibia bds., bedingt durch die sportliche Bettigung (Fußball). Ansonsten keine weiteren Auffälligkeiten.
Beurteilung:
Die path. Veränderungen (der Befund links korreliert vollständig mit der MRT) dürften vorweigend posttraum. bedingt sein. Im rechten Sprunggelenk zeigt sich außerdem eine Arthritis. Nachweis von zwei Rippenfrakturen, ebenfalls am ehesten durch die sportliche Betätigung bedingt. Ein Hinweis auf eine rheumatoide Arthritis liegt nicht vor.
Kein Nachweis malignomsuspekter Herde pathologisch gesteigerten Knochenstoffwechsels. Die Aufnahemen wurden d Pat zur Verfügung gestellt.

Meine Frage:
Mein Rheumatologe hat mir das Löfgren-Syndrom diagnostiziert. Ist es nun Arthrose und was bedeutet das ganze für meinen Krankheitsverlauf?

Vielen Dank im Voraus

Lifeline Gesundheitsteam
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30.12.2012, 10:44 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Herr Buchwald,Hier werden zwei Krankheiten vermischt. Das Löfgren-Syndrom, das überwiegend bei jungen Frauen vorkommt und sich mit Lymphknotenschwellungen und knotigen Unterhautentzündungen äußert, erklärt nicht die Fehlstellungen ihrer HWS. Und liegen denn diese Symptome überhaupt alle vor bei Ihnen? Der Rediologe sieht die Ursache Ihrer HWS-Probleme vielmehr in einem sehr früh einsetzenden Verschleiß. Das kann bei Ihnen als Fußballer von der sportlichen Belastung herrühren und mit jedem Kopfball wird es schlimmer.Jetzt bleibt nur die Festigung der vorhandnen Muskulatur, damit der degenerative Prozess verlan gesamt wird. Physio ist die derzeit die große Chance für Sie.

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