Rückenschmerzen Bewegung
Deutsche bewegen sich nicht gern
Deutsche sind offenbar Bewegungsmuffel. Einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung der Techniker Krankenkasse zufolge verbringen zwei von drei Bundesbürgern ihre Freizeit am liebsten zu Hause auf dem Sofa. Und zu wenig Bewegung ist eine häufige Ursache für Rückenschmerzen.
In der Studie, die in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut und dem Meinungsforschungsinstitut Forsa entstand, wurden 1.000 deutschsprachige Personen jenseits des 14. Lebensjahres zu Gesundheitsaspekten und ihrem Bewegungsverhalten befragt. Danach treibt nur jeder fünfte regelmäßig Sport. Bei der Wahl zwischen Fahrstuhl und Treppe entscheiden sich viele für die bequeme Variante. Und auch beruflich bewegen sich die meisten zu wenig: Bereits jeder zweite Berufstätige sitzt den ganzen Tag vor dem Computer.
Die Folgen für die Gesundheit sprechen für sich. So leidet jeder zweite Nicht-Sportler unter Rückenschmerzen, unter sportlich Aktiven sind es nur halb so viele. Für andere Erkrankungen wie Herzinfarkt, Diabetes mellitus, Übergewicht und Depression besteht ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Bewegungsmuffel.Der Drang sich zu bewegen, sollte bereits im Kindesalter gefördert werden, so Prof. Dr. Norbert Klusen, der Vorsitzende des TK-Vorstands. Sein Argument: Wer als Kind Freude an der Bewegung hat, wird vermutlich auch im Erwachsenenalter eher aktiv sein. In Kindergärten und Schulen sollte deshalb darauf geachtet werden, dass sich Kinder möglichst viel bewegen und Spaß daran entwickeln.
Nach den Ursachen für die Bewegungsunlust befragt, gab jeder dritte Befragte an, er könne sich nicht zum Sport aufraffen. Jeder zweite hat sogar ein schlechtes Gewissen deswegen, allerdings ohne Konsequenz daraus zu ziehen. Dabei kommt es nicht auf Höchstleistungen an. Jede Form körperlicher Bewegung im Alltag kann helfen, die Fitness zu verbessern, etwa bestimmte Gänge mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erledigen oder die Treppenstufen zu laufen, statt mit der Rolltreppe zu fahren.








