Therapie
Forscher messen Lebensqualität von Rückenschmerz-Patienten
Eine frühzeitige Therapie verhindert, dass Rückenschmerzen chronisch werden. Außerdem kann sie die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessern.
Werden Rückenschmerzen frühzeitig und adäquat behandelt, steigt die Lebensqualität der Patienten und die Schmerzen werden nicht chronisch. Dieses Ergebnis freut nicht nur Patienten, sondern auch das Gesundheitssystem. Die medizinische Behandlung eines Patienten kostet in den ersten sechs Monaten 1.177 Euro. Die Kosten, die durch Arbeitsunfähigkeit und Erwerbsminderung der Patienten entstehen würden, wären dreimal so hoch. Zu diesen Zwischenergebnissen kommt die Versorgungsstudie von Prof. Dr. Dr. Reinhard Rychlik vom Institut für Empirische Gesundheitsökonomie in Burscheid.
Auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt erläuterte der Forscher die Forschungsschwerpunkte und Ergebnisse der offenen Kohortenstudie, an der 1095 Patienten teilgenommen haben. Rychlik und sein Team beleuchten, wie sich die Lebensqualität von Rückenschmerz-Patienten binnen eines Jahres entwickelt. Sie untersuchen außerdem, wie hoch die Kosten sind, die durch die Behandlung verursacht werden und verfolgen, wie sich die Behandlung auf die indirekten Kosten auswirkt.
Zu Beginn der Patienten stuften die Patienten ihre Schmerzintensität auf einer Skala von 0 (schmerzfrei) bis 40 (stärkster vorstellbarer Schmerz) und die Beeinträchtigung durch die Schmerzen auf eine Skala von 0 bis 70 ein. Die durchschnittliche Schmerzintensität lag bei 23,4 Punkten, die durchschnittliche Beeinträchtigung der täglichen Lebensführung bei knapp 40. Diese Werte verbesserten sich bereits innerhalb der ersten sechs Monate deutlich um 21,4 bzw. 20,9 Prozent. Rychlik erläutert, dass die Zwischenauswertung ganz klar die hohe Bedeutung einer frühzeitigen, adäquaten Behandlung mit chronischen Rückenschmerzen zeigt.








