Warnsignal Rückenschmerz: Wann zum Arzt?
Rückenschmerzen können wie aus heiterem Himmel auftreten oder sich ganz allmählich entwickeln. Wer die Beschwerden zu lange hinnimmt, läuft Gefahr, dass die Schmerzen chronisch werden oder eine zugrundeliegende Erkrankung unerkannt bleibt. Lesen Sie im Folgenden, wann der Gang zum Arzt ratsam ist. Grundsätzlich gilt: Im Zweifelsfall lieber ein Arztbesuch zu viel!
Warnsignal Rückenschmerz: Wann zum Arzt?
-
Wenn kurzzeitige Selbstbehandlung nicht anschlägt
Treten akute Rückenschmerzen auf, behelfen sich viele Betroffene zunächst selbst etwa mit Wärmeanwendungen, Massagen oder rezeptfreien Schmerzmitteln. Doch Achtung: Wenn nach drei bis vier Tagen immer noch Schmerzen bestehen, sollten Sie spätestens dann zum Arzt gehen. Ein Hinauszögern ohne eine wirksame Therapie kann bewirken, dass die Rückenschmerzen chronisch werden, was die Behandlung oft deutlich erschwert.
Getty Images/iStockphoto
-
Wenn immer wieder akute Schmerzen auftreten
Immer wiederkehrende akute Rückenschmerzen sind auf jeden Fall ein Alarmsignal. Dahinter können sich auch Krankheiten verbergen, die unbehandelt manchmal zu schweren und folgenreichen Komplikationen führen. Eine Wirbelsäulenverletzung kann beispielsweise den Wirbelkanal verengen und früher oder später Nerven in Mitleidenschaft ziehen. Warten Sie nicht und lassen Sie die Ursache der Schmerzen am besten umgehend beim Arzt abklären!
Getty Images/iStockphoto
-
Wenn die Schmerzen im Zusammenhang mit seelischer Belastung bestehen
Eine depressive Grundstimmung und anhaltender psychischer Stress etwa durch eine hohe Arbeitsbelastung, lassen die Muskeln verspannen und sorgen häufig für Rückenschmerz. Mehr noch: Die negativen psychischen Einflüsse fördern auch die Chronifizierung, also das Fortbestehen der Schmerzen, in erheblichem Maß. Wenn Rückenschmerzen im Zusammenhang mit seelischer Anspannung und Belastung auftreten, ist es daher ratsam, schnell zum Arzt zu gehen und gegebenenfalls psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen – damit die Rückenprobleme nicht zum Dauerthema werden.
(c) Stockbyte
-
Sofort zum Arzt bei starken Schmerzen, Kribbeln oder Taubheit
Ernstzunehmende Warnsignale in Verbindung mit Rückenschmerzen sind starke, ausstrahlende Schmerzen, Kribbeln und Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen oder auch ein plötzlicher Kontrollverlust über Blase und Darm. In diesen Fällen sollten Sie sofort den Notarzt rufen. Die Symptome können beispielsweise Folge eines Bandscheibenvorfalls oder einer verletzungsbedingten Verengung des Wirbelsäulenkanals sein, wodurch Nervenwurzeln oder das Rückenmark gedrückt und gereizt werden. Auch Verletzungen mit Funktionseinschränkungen und im Extremfall Funktionsausfällen können drohen.
(c) Stockbyte
-
Bei zusätzlichen Beschwerden wie Fieber oder Gewichtsverlust
Höchste Vorsicht geboten ist auch bei gleichzeitig mit Rückenschmerzen auftretendem Fieber und/oder Gewichtsverlust wie auch bei positionsabhängigen Schmerzen. Auch hier empfiehlt sich ein möglichst umgehender Arztbesuch. In diesen Fällen muss der Arzt ernste Ursachen wie Entzündungen und andere Erkrankungen ausschließen.
(c) Stockbyte
Autor: Claudia Urban / Lifeline.de
Letzte Aktualisierung: 26. September 2012