Rückenleiden

Wer bekommt eine Kur?

Wer bekommt eine Kur-200275581-001.jpg
Eine Kur kann Rückenschmerzen vorbeugen.
(c) Janie Airey

Zur Vorbeugung, Rehabilitation oder Verminderung von Symptomen bei chronischem Rückenleiden kann eine Kur sinnvoll sein. Doch wem steht eine solche Kur zu, und wer übernimmt die Kosten?

Gesetzlich Krankenversicherte können unter bestimmten Umständen von ihrem behandelnden Arzt eine Kurempfehlung bekommen, die der Vorbeugung, Rehabilitation oder Verminderung von Symptomen bei bereits bestehendem chronischen Rückenleiden dient. Die Kur wird dabei als Ergänzung zur ambulanten medizinischen Behandlung verstanden. Sie ist also kein durch die Krankenkasse finanzierter Urlaub. Stattdessen erwartet den Kurgast ein straffes medizinisches Therapieprogramm, das allerdings mit zahlreichen Freizeit- und Kulturangeboten versehen ist. Je nach individuellem Krankheitsbild können unterschiedlichste Therapien und Anwendungen zum Tragen kommen, zum Beispiel Rückenschule, Massagen oder manuelle Therapie.

Erster Ansprechpartner ist der Arzt

Eine Empfehlung zur Kur kann nur der behandelnde Arzt bescheinigen, der den Krankheitsverlauf und die bestehenden Beschwerden kennt. Ambulante Vorsorge- oder Rehabilitationskuren stehen gesetzlich Versicherten alle drei Jahre zu - vorausgesetzt, es handelt sich um "ambulante Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten" (Sozialgesetzbuch V, § 23, Abs. 2). Bescheinigt der Arzt, dass eine solche ambulante Maßnahme für den individuellen Krankheitsprozess nicht ausreicht, kann der Betroffene eine dreiwöchige stationäre Kur beantragen. Liegen schwerwiegende gesundheitliche Gründe vor, ist auch eine längere Kur möglich.

Die Kosten für stationäre Kuraufenthalte werden in der Regel höchstens alle vier Jahre übernommen. Ist jedoch aus medizinischen Gründen die frühere Wiederholung einer Kur erforderlich, können Betroffene einen Dringlichkeitsantrag auf Kostenübernahme auch schon vor Ablauf der Vierjahresfrist stellen.

Wer ist zuständig für die Kosten?

Ansprechpartner für die Kostenübernahme einer stationären Kur ist die gesetzliche Krankenkasse. Bei ihr können sich die Versicherten über die geltenden Regelungen informieren und erhalten die notwendigen Antragsformulare. Hat der Arzt eine Empfehlung für eine Kur ausgesprochen, muss diese überprüft werden. Das geschieht anhand der Krankenakte und eventuell durch eine weitere körperliche Untersuchung, die von einer neutralen ärztlichen Einrichtung, zum Beispiel dem Amtsarzt oder dem medizinischen Dienst, vorgenommen wird. Nur bei einem positiven Bescheid übernehmen die Krankenkasse oder die Rentenversicherung die Kosten für eine stationäre Kur.

Was müssen die Versicherten selbst zahlen?

Die Höhe des Selbstbeteiligungsanteils, den die Versicherten bei einer Kur zu tragen haben, hängt von der Art der Kur ab. Grundsätzlich ist bei stationären Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen jedoch eine Zuzahlung von zehn Euro pro Tag zu leisten. Die übrigen Kosten werden von der Krankenkasse oder der Rentenversicherung übernommen.

Bei ambulanten Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten erhalten Erwachsene einen Zuschuss von bis zu 13 Euro täglich zur Finanzierung von Unterbringung, Verpflegung, Fahrtkosten und Kurtaxe. Bei chronisch kranken Kleinkindern beträgt dieser Zuschuss 21 EUR pro Tag. Darüber hinaus zahlt die Krankenkasse rund 90 Prozent der Heilmittelkosten, die übrigen zehn Prozent gehen zulasten des Versicherten. Dabei gilt allerdings eine Belastungsgrenze von zwei Prozent des Brutto-Familieneinkommens. Bei chronisch Kranken beträgt die Grenze ein Prozent. Die Krankenkasse hilft den Versicherten bei der Berechnung der individuellen Kosten, sodass sich jeder vorab über die Höhe der Selbstbeteiligung informieren kann.

Was bringt eine Kur?

Eine stationäre Kur bietet eine Verschnaufpause vom normalen Alltag mit all seinen Stress- und Belastungssituationen. Doch nicht nur das: Ein reichhaltiges medizinisches Behandlungsprogramm, das speziell auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist, unterstützt und ergänzt die bisherige Therapie. Die Angebote umfassen auch psychologische Unterstützung zur Krankheitsbewältigung.

Der Weg zur Kur

  1. Sie suchen den Hausarzt auf. Dieser bescheinigt Ihnen anhand Ihrer Krankengeschichte und den aktuellen Beschwerden die Dringlichkeit einer Kur im Kurantrag.
  2. Sie reichen die Kurempfehlung bei Ihrer Krankenkasse ein. Die Kasse informiert Sie über die Art und Höhe der Kostenübernahme und genehmigt den Kurantrag.
  3. Die Kurreise wird gebucht.
Gesunde Lebensmittel für den Rücken
1 von 9
  • 01rücken_parmesan_kalzium_120749603.jpg
    Parmesan

    Der Kalzium-Spitzenreiter ist Käse, allen voran Parmesan und dann auch Emmentaler mit über einem Gramm Kalzium in hundert Gramm Käse. Die Pasta mit gehobeltem Parmesan darüber ist daher äußerst gesund.

    Getty Images/iStockphoto

  • 02rücken_karotte_vit-a_stk72152cor.jpg
    Karotten

    Karotten enthalten viel Beta-Carotin, welches der Körper in Vitamin A umwandeln kann.

    (c) Stockbyte

  • 03rücken_leber_vit-a_94772049.jpg
    Leber

    Wer hingegen auch Fleisch verzehrt: In hundert Gramm Kalbsleber stecken fast 25 Milligramm Vitamin A – ein kleines Stück genügt, um den täglichen Bedarf zu decken.

    (c) Stockbyte

  • 04rücken_hering_vit-d_153070534.jpg
    Heringe

    In fetten Fischsorten wie Hering (Foto), Aal oder Lachs enthalten größere Mengen an Vitamin D. In Pflanzen kommt Vitamin D jedoch lediglich in Spuren vor. Es ist ein besonderes Vitamin, denn um den Vitamin-D-Bedarf zu decken, reichen meist die Sonnenstrahlen aus, die Gesicht und Arme tagsüber abbekommen.

    (c) Stockbyte

  • 05rücken_sanddorn_vit-c_119863335.jpg
    Sanddorn

    Vitamin C kommt in großer Menge im heimischen Sanddorn vor, der daher auch als "Zitrone des Nordens" bezeichnet wird.

    (c) Stockbyte

  • 06rücken_schwjohannis_vitc_153821497.jpg
    Schwarze Johannisbeeren

    Während er im Sommer auch in Schwarzen Johannisbeeren zu finden ist sowie in Paprika, Petersilie, Tomaten, Zitronen, Apfelsinen, Äpfeln und Spinat. Durch Kochen bei hoher Temperatur wird Vitamin C leicht zerstört.

    (c) Stockbyte

  • 07_rücken_brokkoli_vit-k_stk76185cor.jpg
    Brokkoli

    In dem grünen Bruder des Blumenkohls steckt viel Vitamin K. Ebenfalls gute Lieferanten des Eiweißbildners sind grüne Salatsorten, aber auch Milch- und Vollkornprodukte.

    (c) George Doyle

  • 08rücken_alkohol_147874968.jpg
    Achtung Alkohol

    Zu viel Alkohol schädigt die Knochenzellen und die Leber, die für die Bildung von aktivem Vitamin D verantwortlich ist.

    (c) George Doyle

  • 09rücken_fette_BBA_061.jpg
    Vorsicht Fette

    Viel Fett wie Butter oder Öle in der Nahrung behindert die Aufnahme von Kalzium über den Darm und ist außerdem ein Risikofaktor für Übergewicht.

    (c) Stockbyte

Autor: Kathrin Sommer / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 18. Juni 2009
Quellen: Nach Informationen von "Sozialgesetzbuch (SGB). Fünftes Buch (V) Gesetzliche Krankenversicherung" http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbv/1.htm und Sozialverband VdK Deutschland e.V.

Rückenschmerzen

In Bewegung bleiben - auch in der Arbeit
Tipps für den Alltag mit Rückenschmerzen

In Bewegung bleiben - auch in der Arbeit

Wie Sie eine dauerhafte Fehl- oder Überbelastung des Rückens am Arbeitsplatz vermeiden mehr...

Rückenschmerzen mit leichter Dehnung lindern
Nach ungewohnter Belastung

Rückenschmerzen mit leichter Dehnung lindern

Gartenarbeit oder Umzug: ungewohnte Bewegungen führen oft zu Rückenschmerzen. Was dann hilft mehr...

RückenFit: Die Rückenschule als kostenlose App
Kostenlose App

Die Rückenschule für unterwegs

Die Rückenschule für unterwegs gibt es fürs iPhone und auch für Android mehr...

Rückenschmerzen als Evolutionsdreingabe
Skoliose und Bandscheibenvorfall

Rückenschmerzen als Evolutionsdreingabe

Fehlstellung der Wirbelsäule, Plattfüße, Weisheitszähne: Der aufrechte Gang brachte nicht nur Gutes mehr...

ANZEIGE

Stellen Sie Ihre Frage zu Rückenschmerzen

Im Expertenrat antwortet Ihnen ein Facharzt - kostenlos und innerhalb weniger Tage.

zum Expertenrat
Broschüren
  • Chronische RückenschmerzenChronische Rückenschmerzen

    "Hilfe zur Selbsthilfe": In der Broschüre erhalten Sie Tipps gegen Rückenschmerzen. Einfach downloaden und nachlesen

Diskussionsforum

Sie möchten sich mit anderen Betroffenen zum Thema Rückenschmerzen austauschen? Hier geht's zum Diskussionsforum.

zum Forum
Selbsttest
Kostenlose Apps
Videos
Weiterempfehlen

Zum Seitenanfang