Geschlechtsspezifische Unterschiede

Wieso Frauen es öfter im Kreuz haben

Monatsblutung, Oberweite, Schwangerschaft: Die Gründe, dass Frauen besonders oft Beschwerden mit dem Rücken haben, sind vielfältig. Es gibt aber für fast alle Probleme schnelle Hilfe.

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Es gibt eine Reihe von Gründen, wieso Frauen häufiger unter Rückenschmerzen leiden als Männer.
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Frauen klagen häufiger über Rückenschmerzen als Männer. In Umfragen beträgt das Verhältnis regelmäßig etwa 60 zu 50 Prozent, wenn es um Rückenbeschwerden im zurückliegenden Jahr geht.

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Große Brüste, Menstruation und Schwangerschaft können Auslöser dieses Unterschieds sein. Andere Risikofaktoren für Rückenschmerzen bei Frauen sind hausgemacht: Dazu gehören etwa hohe Schuhe oder die schwere Tasche, die einseitig über einer Schulter oder in der Hand getragen wird.

Schwache Muskeln und einseitige Belastung führen zu Schmerzen

Akute Rückenschmerzen entstehen zumeist aus Muskelverspannungen, die durch Fehlhaltungen im Job oder im Familienalltag mit Kindern leicht entstehen. Die Schonhaltung, die viele Frauen einnehmen, um Schmerzen zu verhindern, verschlimmert diese Beschwerden noch.

Von Natur aus sind Frauen außerdem weniger muskulös als Männer. Schweres Heben, stundenlanges Sitzen oder Stehen, Knien und Bücken belastet ihre Rückenmuskulatur und damit letztlich die Wirbelsäule deutlich stärker.

Hausmittel und Medikamente, die Frauen helfen

Bei Rückenschmerzen durch eine zu hohe Muskelspannung kann Wärme Linderung bringen. Entsprechende Hausmittel gibt es in Form von Pflastern, Wärmelampen, Wickeln oder einfach einem heißen Bad.

Will eine Frau schneller wieder einsatzfähig sein, kann sie sich ein Präparat mit dem Wirkstoff Methocarbamol verschreiben lassen. Das zentrale Muskelrelaxans vermindert eine erhöhte Muskelspannung. Auch leichte Schmerzmittel aus der Apotheke können helfen. Der Wirkstoff Paracetamol empfiehlt sich bei akuten Kreuzschmerzen jedoch nicht. Das gilt ebenso für Männer.

Schnelle Therapie beugt Schmerzgedächtnis vor

Dass schnelles Handeln bei Rückenbeschwerden zählt, belegen unterschiedliche Studien. Wie Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) herausfanden, ziehen anhaltende Schmerzreize bisweilen bereits nach wenigen Tagen anatomische Veränderungen im Gehirn nach sich.

Diese Gehirnveränderungen entsprechen einem Schmerzgedächtnis. Eine schnelle Behandlung akuter Beschwerden – ob bei Frauen oder Männern – wirkt demnach einer Chronifizierung entgegen und kann den Teufelskreis aus Schmerz, Schonhaltung und stärker werdenden Rückenschmerzen durchbrechen.

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