Rückenschmerz-Behandlung

Neurostimulatoren gegen chronische Rückenschmerzen

Die Neurostimulation kann Patienten mit Rückenschmerzen helfen. Eine Studie belegt den Erfolg der Behandlungsmöglichkeit, die von den Krankenkassen bezahlt wird.

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Hilfe für Patienten, bei denen andere Behandlungsverfahren nicht zum Erfolg führen: Neurostimulatoren.
(C) 2006 Hemera Technologies

Wenn es im Rücken schmerzt oder die Nerven unkontrolliert ihre Schmerzimpulse an das Gehirn schicken, haben Betroffene nicht mehr viel zu lachen. Andauernde Schmerzen machen mürbe, unwirsch und launisch. Auch Schmerztherapeuten kennen diese Situation und versuchen aus den vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten, das individuell erfolgreiche Konzept zu entwickeln.

Doch was geschieht mit Patienten, deren Beschwerden sich nicht mit Medikamenten kontrollieren lassen und die durch jedes Raster fallen?

„Bei Patienten, denen mit Arzneimitteln, nichtmedikamentösen oder psychotherapeutischen Verfahren nicht geholfen werden kann, hat sich häufig die Neurostimulation als wirksame Alternative erwiesen, erklärt Dr. med. Jan-Peter Jansen vom Schmerzzentrum Berlin. Bei der Neurostimulation wird eine Elektrode epidural, also zwischen die Wirbel und den eigentlichen Wirbelkanal, platziert. Die Elektrode gibt ständig Impulse an das Rückenmark ab. Die elektrischen Reize gelangen in das Gehirn und überlagern dort die körpereigenen Schmerzsignale.

So funktioniert die Neurostimulation gegen Rückenschmerzen

Gesteuert wird die Elektrode durch einen Stimulator, der unter die Bauchdecke implantiert wird. Während des Eingriffes sind die Patienten wach. Bei einer Probestimulation sollen sie Kribbel-Parästhesien in dem Schmerzareal empfinden. Dadurch wird geprüft, ob die Elektrode richtig liegt. Später können die Patienten die Stärke der Impulse dann selbst programmieren.

Studie belegt Erfolg der Therapie

Die Ergebnisse der aktuellen PROCESS-Studie konnten den Erfolg belegen. In einer kontrollierten Untersuchung wurden 48 Patienten mit einem Neurostimulator behandelt, 52 Patienten medikamentös. Die durchschnittliche Schmerzintensität der Patienten betrug zu Beginn 75 von 100 möglichen Punkten auf einer Schmerzskala. Nach sechsmonatiger Therapie hatte sich der Punktwert bei 48 Prozent der Neurostimulator-Patienten, aber nur bei 9 Prozent der medikamentös behandelten Betroffenen halbiert.

Die Kosten übernimmt die Krankenkasse

„Ob die Neurostimulation als Therapie in Frage kommt, sollte in spezialisierten Zentren entschieden werden. Im Schmerzzentrum Berlin sind wir sehr froh, mit Professor Klaus Maier-Hauff einen ausgewiesenen Experten für die Entwicklung eines Zentrums für Neurostimulation gewonnen zu haben, sagt Jansen. Die Kosten für das Verfahren werden von den Krankenkassen übernommen.

Geeignet ist die Methode für folgende Patienten:

wenn nicht-operative Therapien keine ausreichende Schmerzlinderung erreichen es keinen erkennbaren Grund für die Schmerzen gibt herkömmliche chirurgische Eingriffe zur Schmerzlinderung nicht in Frage kommen keine unbehandelte Medikamentenabhängigkeit besteht eine Versuchsbehandlung erfolgreich war.

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