Spannungskopfschmerz und Muskelverspannungen

Kopfschmerzen durch Verspannungen im Nacken

Wie Verspannungen der Nackenmuskulatur zu Kopfschmerzen führen können

Verspannungen im Nacken und der Schultermuskulatur können Spannungskopfschmerzen auslösen. Was gegen den speziellen Schmerz hilft und wie Sie einen verspannten Nacken weich kriegen.

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Ein verspannter Nacken kann zu Kopfschmerzen führen.
(C) 2008 Jupiterimages

Verspannungen der Muskulatur im Nacken- und Schulterbereich sind häufig. Sie sind schmerzhaft und schränken die Beweglichkeit ein. Doch die verspannten Muskeln können noch eine unangenehme Folge haben und sogenannte Spannungskopfschmerzen hervorrufen.

Was sind Spannungskopfschmerzen?

Für die Diagnose Spannungskopfschmerz müssen mindestens zwei der folgenden Kriterien vorliegen:

  • Drückender bis ziehender, nicht pulsierender Schmerz
  • leichte bis mäßige Schmerzintensität, die körperliche Aktivitäten allenfalls behindert, aber nicht unmöglich macht
  • beidseitiges Auftreten des Schmerzes
  • keine Verstärkung des Schmerzes durch körperliche Aktivitäten wie Treppensteigen oder dergleichen.
Was gegen Verspannungen wirklich hilft

 

Verspannter Nacken typisch für Spannungskopfschmerz

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Charakteristisch für Spannungskopfschmerzen sind zudem schmerzhafte Verspannungen der Nackenmuskulatur. Hingegen treten Übelkeit, Erbrechen, Licht- oder Geräuschempfindlichkeit, wie sie etwa bei einer Migräne vorkommen, beim Spannungskopfschmerz nicht auf. Unterschieden wird zwischen einem episodischen, also gelegentlich auftretenden, und einem chronischen, also anhaltenden Spannungskopfschmerz.

Spannungskopfschmerz: episodisch oder schon chronisch?

Als episodisch gilt Spannungskopfschmerz bei wenigstens zehn wiederkehrenden Episoden von mindestens 30 Minuten bis maximal sieben Tagen Dauer und weniger als 15 Kopfschmerztagen pro Monat oder 180 Kopfschmerztagen pro Jahr. Als chronisch wird der Schmerz eingestuft, wenn er mindestens 15 Tage pro Monat über einen Zeitraum von wenigstens sechs Monaten auftritt.

Schuld an Spannungskopfschmerzen sind Verspannungen der Hals-Nacken-Muskulatur

Spannungskopfschmerz entsteht auf dem Boden einer Verspannung in der Hals- und Nackenmuskulatur, die sich auch objektiv messen lässt. Es wird vermutet, dass es auf Dauer zu einer übermäßigen Sensibilisierung der schmerzleitenden Nerven kommt, wodurch die Schmerzschwelle und Schmerztoleranz der Betroffenen sinken und sich chronischer Schmerz entwickelt. Dauerhafte Fehlhaltung wie etwa berufsbedingt langes Sitzen vor dem Computer, vermehrter, Stress, aber auch fieberhafte Infekte gelten als Ursache für Nackenverspannung und damit indirekt für den Spannungskopfschmerz.

Behandlung und Vorbeugung von Spannungskopfschmerzen

Allgemeine Maßnahmen zur Entspannung und zum Stressabbau können helfen, den Ausbruch neuer Schmerzattacken zu verhindern. Dazu gehören:

  • Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson
  • regelmäßiges Ausdauertraining zwei bis drei Mal pro Woche wie etwa Joggen, Schwimmen, Radfahren, Walken
  • Stressmanagement- oder Verhaltenstherapie
  • autogenes Training
  • Biofeedbacktherapie

Aber auch die medikamentöse Therapie mit Schmerzmitteln stellt eine wichtige Behandlungsoption bei Spannungskopfschmerzen dar. Geeignete Mittel bei episodischem Spannungskopfschmerz sind Analgetika wie Azetylsalizylsäure, Ibuprofen, Paracetamol und Metamizol sowie auch Flupirtin. Die Wirksamkeit einiger Schmerzmittel kann durch eine Kombination mit Koffein noch gesteigert werden.

Sieben Fakten über Rückenschmerzen

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Beim chronischen Spannungskopfschmerz kommen zusätzlich und bevorzugt sogenannte trizyklische Antidepressiva wie etwa Amitriptylin, Amitriptylinoxid, Doxepin oder Clomipramin zum Einsatz, oder auch .

Entspannter Nacken ist das Beste gegen Spannungskopfschmerz

Insbesondere beim chronischen Spannungskopfschmerz sollten die medikamentöse Therapie und allgemeine Maßnahmen zur Entspannung miteinander kombiniert werden, um einen optimalen Behandlungserfolg zu erzielen.

Wichtig auch: Die Einnahme von Schmerzmitteln bei chronischem Spannungskopfschmerz sollte auf weniger als zehn Tage im Monat beschränkt bleiben, da es bei dauerhafter Anwendung zu einem medikamentenbedingten Kopfschmerz und damit einer Chronifizierung der Spannungskopfschmerzen kommen kann, selbst wenn sie auslösenden Verspannungen im Nacken längst beseitigt sind.

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