Verspannung und Rückenschmerz

Wie Muskelverspannungen im Rücken entstehen

Muskuläre Verspannungen sind meist Folge von Fehlhaltungen oder Fehlbelastungen. Oft genug ist es der Beruf, der die Verkrampfungen in der Muskulatur mit sich bringt.

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Rückenschmerzen entstehen oft durch Fehlhaltungen im Job-Alltag.
(c) Ryan McVay

Häufig gehen Rückenschmerzen auf Verspannungen der Rückenmuskulatur zurück. Hektik und Stress im Alltag, Fehlhaltungen durch einseitige körperliche Belastung im Beruf oder falsche Hebe- und Tragetechniken bei schwerer körperlicher Arbeit können die Ursache für solche Verspannungen sein. Ob Möbelpacker, Zahnärzte, Fliesenleger, Büroangestellte oder Musiker alle haben eines gemeinsam: Sie achten bei ihrer Arbeit oft zu wenig auf ihren Rücken und möglicherweise lässt die Arbeit dies auch gar nicht zu.

Ursachen von Verspannungen im Rücken

Verantwortlich für Fehlhaltungen und Muskelverspannungen sind vielfach berufliche Gründe, beispielsweise langes Sitzen vor dem Computer, das Ausführen von Arbeiten mit gebeugtem Rücken, stundenlanges Spielen eines Musikinstrumentes in unnatürlicher Körperhaltung oder das Heben schwerer Lasten mit der falschen Technik. Andererseits können auch ein unbequemes Bett oder eine nachlässige Körperhaltung zu Verspannungen und damit zu Rückenschmerzen führen.

Dauerhafte Fehlhaltungen haben die Überlastung von Muskeln zur Folge. Diese verkrampfen, werden dadurch nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt und verhärten sich schließlich. Die damit verbundenen Schmerzen lösen eine Kettenreaktion aus: Weitere Muskelgruppen werden angespannt, um die schmerzhaften Muskelbereiche zu entlasten, und verhärten sich mit der Zeit.

Auf diese Weise kommt es mitunter zu Verspannungen im Brust- oder Lendenbereich, die ihren Ausgangspunkt eigentlich in der Nackenmuskulatur haben. Stress, Hektik oder Angstreaktionen verstärken diese Prozesse in der Regel, da sie selbst zu einer Anspannung von Muskeln führen. Nicht selten sind Muskelverspannungen daher auch ein Ausdruck beruflicher und privater Sorgen oder anderweitiger psychischer Probleme.

Die Schonhaltung verursacht ein Ungleichgewicht

Auch Verletzungen können Ursache für Muskelverspannungen sein. Entstehen beispielsweise durch eine Prellung am Bein oder eine geschädigte Bandscheibe Schmerzen, nehmen die Betroffenen eine Schonhaltung ein, um die Beschwerden zu lindern. Da eine solche Schonhaltung in der Regel nicht der natürlichen, ausgeglichenen Körperhaltung entspricht, werden bestimmte Muskelgruppen übermäßig beansprucht, andere dagegen über das normale Maß entlastet.

Ein ähnlicher Effekt ergibt sich bei angeborenen oder erworbenen Fehlstellungen des Bewegungsapparates, zum Beispiel einem Beckenschiefstand. Auch hier versucht der Körper einen Ausgleich, wodurch einige Muskeln besonders belastet werden. Dies führt auf lange Sicht zu einem Ungleichgewicht zwischen dem Zug verschiedener Muskelgruppen und kann erhebliche Schmerzen im Rücken hervorrufen.

Eine weiterer Auslöser von Muskelverspannungen ist Kälte. Gerade Patienten mit verspannter Nacken- oder Halsmuskulatur berichten oft davon, sie hätten "Zug bekommen". Auch der berühmte "Hexenschuss" entsteht nicht selten durch eine schnelle, falsche Bewegung bei kalter Zugluft.

Was gegen Verspannungen hilft

Autor:
Letzte Aktualisierung:13. Februar 2015
Quellen: Nach Informationen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Zeitschrift Der Orthopäde sowie eines Berichts der DGSS-Initiativgruppe „Schmerz und Alter"

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