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Bandscheibenvorfall und abgesenkte Gebärmutter - Zusammenhang?

Kategorie: Special-rueckenschmerz.de » Expertenrat Rückenschmerz | Expertenfrage

13.01.2009 | 06:42 Uhr

Hallo, auch ich suche Rat... Ich bin 30 Jahr alt und habe seit Dezember 2004 einen relativ großen Bandscheibenvorfall L4/L5. Damals bekam ich die Schmerzen mit manueller Therapie wieder in den Griff; doch seit August 2008 sind die Schmerzen wieder da. Allerdings sehen die MRT-Aufnahmen besser aus als im Jahr 2004. Eine ambulaten Reha hat keine Linderung gebracht. Mir wurde bereits eine OP in Aussicht gestellt. Nun versuche ich meine Schmerzen mit Osteophatie in den Griff zu bekommen. Momentan verspüre ich schon eine leichte Linderung meiner Schmerzen, allerdings hat mich der Osteophat auf meine stark abgesenkte, nach hinten gekippte Gebärmutter aufmerksam gemacht. Ich wusste bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal, dass ich so etwas habe... kein Arzt hat mich vorher darauf hingewiesen. Könnte diese Fehlstellung ebenfalls mit den starken Schmerzen zu tun haben, und wenn ja, welche Möglichkeiten gibt es eine Linderung der Schmerzen auf Dauer zu erreichen?

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16.01.2009, 12:06 Uhr
Antwort

Sehr geehrte Anonyma,

ich danke für Ihre Mail vom 13.01.09.

Eine nach hinten gekippte Gebärmutter kann keine Rücken-Beinschmerzen verursachen. Hier handelt es sich um nicht wissenschaftliche Vorstellungen im Sinne der Osteopathie. Es gibt manche namhaften Wissenschaftler, die dies Unfug nennen.

Bezüglich Ihrer Schmerzen ist es wichtig, ob die aktuellen Schmerzen genau die gleichen Schmerzen sind, wie im Jahr 2004. Strahlen die Schmerzen ins Gesäß oder ins Bein aus?, was passiert Nachts?, was passiert bei längerem Stehen und bei längerem Gehen?

Vor einer Operation sollte unbedingt eine wirbelsäulennahe Injektionstherapie stattfinden, um die lokalen Nervenreizungen zu lindern und die konservative Behandlungsmöglichkeiten auszuschöpfen.

Die rückläufigen Bandscheibenveränderungen stehen im Widerspruch zu Ihren Beschwerden. Die wirbelsäulennahen Injektionen helfen Ihnen und Ihrem Orthopäden, Aufschluss zu finden, ob die Bandscheibenveränderungen die wirkliche Ursache Ihrer aktuellen Beschwerden sind. In diesem Fall sollten die nichtoperative Behandlung durch vorsichtige Zugbehandlung (Traktion) an der Lendenwirbelsäule und segmentale Stabilisierungen unter krankengymnastischer Leitung ergänzt werden.

Mit freundlichen Grüßen und Wünschen zur baldigen Genesung


Dr. A. Pingsmann
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16.01.2009, 16:17 Uhr
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Hallo Anonym,

das hat mir der Osteopath auch erzählt: meine Gebärmutter wäre sozusagen verrutscht und außerdem auch noch zu fest mit den Bändern an der Wirbelsäule verklebt oder so ähnlich - nach der 1. Behandlung meinte er, jetzt müßte es eigentlich besser werden, er hätte meine Gebärmutter wieder aufgerichtet (wie auch immer er das gemacht hat von außen)...

einen Tag später hatte ich Krebsvorsorgetermin und habe das dann meiner Gynäkologin erzählt, die hat mich etwas sehr erstaunt angesehen - und meinte dann: also, soweit wie ich das beurteilen kann ist ihre Gebärmutter gut beweglich und die würde nirgendwo übermäßig fixiert sein.

dann hatte ich eine weitere Behandlung beim Osteopathen - wieder 45 Minuten gedauert - er meinte wiederum, aber jetzt, jetzt müßten die Rückenschmerzen weg sein....... nee, leider nicht.

4 Tage später hatte ich dann seine Kollegin angerufen - weil ich vor Schmerzen nicht mehr wußte wohin (kein Arzt da, wegen Weihnachten) und da diese Osteopathin gleichzeitig Physiotherapeutin ist, bin ich dahin: und siehe da, die hat meinen schmerzenden Po (wegen BSV) massiert, gedehnt und wieder massiert und ........ die Schmerzen waren lange nicht mehr so schlimm.

Also, eher Physiotherapie als Osteopathie - das ist meine Meinung.

Alles Gute

Schneewittchen

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18.01.2009, 05:20 Uhr
Antwort

Hallo Schneewittchen,

das, das die Gebärmutter irgendwo festklebt hat man mir nicht erzählt, nur eben, dass sie irgendwie weiter unten und hinten liegt als das normal der Fall ist. Sieht man sogar von aussen - bei mir geht kurz nach dem Bauchnabel alles so richtig trichterförmig nach innen (wenn man das jetzt so beschreiben kann). Mir ist das allerdings noch nie als ungewöhnlich aufgefallen.

Meine Osteopath ist übrigens auch Physiotherapeut. Physiotherapie hatte ich ausserdem täglich bei meiner Reha - immerhin 3 Wochen lang und bei mir hat es nicht geholfen.

Seit dem ich in Richtung Osteopathie behandelt werde - in Kombination mit srt-Zeptoring (ist so ein neues Hightec-Gerät) - geht es mir persönlich besser.

Aber das ist wohl bei jedem anders, genauso wie bei jedem der Schmerz auch anders ist.

Mich hat nur die Aussage beunruhigt, dass bei meiner Gebärmutterlage eben Rückenschmerzen egal ob mit oder ohne Bandscheibenvorfall normal sind.

Ich habe jetzt auch noch einen Termin beim Gynäkologen ausgemacht. Möchte wissen, was der dazu meint. Genialerweise habe ich aber erst Ende April einen Termin bekommen obwohl ich schon vor Weihnachten angerufen habe.

Bin jetzt natürlich total verunsichert und muss noch solange warten. Deshalb dachte ich mir, ich muss mal hier meine Frage äussern...

Danke auf jeden Fall für Deine Meinung dazu!

Gruß von anonym:-

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18.01.2009, 10:36 Uhr
Antwort

Hallo,

bei der Anfrage musste hatte ich den Gedanken an dieses Sacro-Uterine Band oder wie das heisst. Ich hatte mal Probleme wg. Endometriose, da war dies befallen. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist dass das Band, welches die Gebärmutter stabilsiert und irgendwo beim Kreuzbein (?) ansetzt. Wenn damit was ist, soll das im Rücken ziehen. Deshalb sollen auch so viele Frauen Rückenschmerzen im Zusammenhang mit der Regel haben. Ist leider nur sehr laienhaft wieder gegeben. Aber für mich war es damals schlüssig.

Gruss
Dani

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