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Dorsolumbalgie

Kategorie: Special-rueckenschmerz.de » Expertenrat Rückenschmerz | Expertenfrage

28.10.2008 | 12:05 Uhr

Guten Tag Herr Dr. Pingsmann,
ich hatte vor Monaten schon eine Anfrage gestellt, jetzt etwas präziser. Diese Inform. erhielt ich durch Nachfrage vom Hausarzt durch Befund des Orthopäden, vom selbigen habe ich keine Antwort bekommen. Meine Beschwerden von typischen Rückenschmerzen (LUmbalgie) abgesehen , waren dahin unerträglich beim Bücken, als wenn Wunden aufreissen. Diagnose : Osteochondrosis lumbalis M42.99G, Diagnose 2. Orhop. nach Monaten: Dorsolumbalgie M54.5 G Verdacht auf Spinalstenose M48.09,V
Behandlung : Infiltrtion paravertebral L 4/5
Schmerzen nach wie vor, allerdings die Schmerzen als wenn Wunden aufreissen sind erträglicher oder weniger. Vielmehr wandern die Schmerzen von LWS Mitte nach rechts und links fast stündlich.
Grosse Panik erlitten bei der letzen Infiltration und traue mich jetzt nicht mehr zum Orthopäden und erleide lieber Schmerzen.
Bei verlassen der Praxis kann ich nicht mehr auf den Beinen stehen und knicke ein. Bitte einen Moment hinlegen, geht gleidh wieder.
Nach ca. 15 Minuten bekomme ich Panik und stelle fest das unterhalb der Gürtellinie alles gelähmt ist. Ich reisse mir die Kleider vom Leib und fühle nichts und rufe um Hilfe. Keine Sorge , das ist normal und geht gleich wieder. Ich lag noch 2 Stunden nach Praxisschluss auf der Liege bis das ich wieder auf den Beinen stehen konnte nur noch im Beisein der Sprechstundenhilfe.
Wie gesagt, ich traue mich nicht mehr zum Orthop. , oder ist diese Lähmung üblich oder ich zu überempflindlich für diese Mittel?
Mit freundlichen Grüssen
G.Claus

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10.11.2008, 04:54 Uhr
Antwort

Sehr geehrter Herr Caus,

ich danke fuer Ihre Mail vom 28.10.08.

Ihr Name ist mir leider nicht bekannt aus einer frueheren Anfrage. Ich gehe davon aus, dass Sie diese Anonym gestellt haben. Trotzdem kann ich auf Ihre Fragen eingehen.

Die von Ihnen beschriebene Gefuehllosigkeit und Schwaeche unterhalb der Guertellinie scheint eine typische Komplikation nach Injektion an die Nervenwurzeln oder Spinalnerven im Lumbalbereich zu sein. Ich gehe davon aus, dass die Orthopaeden Ihre unertraeglichen reissenden Schmerzen sehr ernst genommen haben und Sie untersucht haben. Die Diagnosen scheinen zu Ihren Beschwerden zu passen. In einem solchen Fall nach Versagen anderer weniger eingreifender Methode fuehrt die Injektion neben der Wirbelsaeule haeufig zu einer prompten Beschwerdebesserung, haeufig fuer Wochen oder Monate zu einer ausreichenden Schmerzlinderung. Bei dieser Therapie scheint etwas oertliches Betaeubungsmittel in den Nervensack gelaufen zu sein, aehnlich wie bei einer rueckenmarksnahen Betaeubung bei Operationen. Fuer die Dauer der Wirkung des Betaeubungsmittels kommt es dann zu einer Schwaeche, aehnlich wie einer inkompletten Querschnittslaehmung. Dieses wird etwa in 1 % bis 0,1 % der Therapienbeobachtet. Vielen Patienten ist nicht klar, trotz Aufklaerung, dass die Injektionen in die Wirbelsaeule dieses Risiko beinhalten. Sie sollten dies mit Ihrem Orthopaeden eroertern. Ich gehe davon aus, dass die Injektion Ihre Beschwerden weitgehend gelindert hat.

Hinweise fuer eine Ueberempfindlichkeit fuer diese Mittel liegen nicht vor. Aus der bildgebenden Diagnostik sollte Ihr Orthopaede mit Ihnen besprechen, ob anantomische Besonderheiten vorliegen.

Mit freundlichen Gruessen und Wuenschen zur Besserung

Dr. A. Pingsmann
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Haftungsklausel
Da die medizinische Forschung weltweit laufend neue Erkenntnisse zutage foerdert, sind infolgedessen auch praktizierende Aerzte in einen lebenslangen Lernprozess eingebunden. Die Autoren unserer Beitraege haben sich ausdruecklich dieser Idee verschrieben und verwenden die groesste Sorgfalt darauf, die medizinischen Inhalte in einer allgemeinverstaendlichen Sprache darzustellen. Jedoch kann das Informationsangebot an Sie eine persoenliche Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt nicht ersetzen. Eine Haftung fuer Inhalte, die durch uns im Internet bereitgestellt werden, sowie fuer Beitraege von externen Autoren und Experten wird deshalb ausgeschlossen. Das gleiche gilt fuer etwaige Schaeden oder Verluste, die dem Nutzer aus der Nutzung dieses Online-Dienstes an sich, z. B. aus technischen Gruenden entstehen. Geschuetzte Warennamen (Warenzeichen) sind besonders gekennzeichnet (?). Ein Fehlen dieser Kennzeichnung bedeutet jedoch nicht, dass es sich um einen freien Warennamen handelt. Die von uns veroeffentlichten Arzneimittelinformationen stellen keine Anleitung zur Selbstmedikation dar. Sie sollen Informationen bieten, die das Gespraech zwischen Patient und niedergelassenen Aerzten und Klinikaerzten erleichtern sollen. Wenn zu einem Wirkstoff ein Beispiel fuer Handelsnamen gegeben wird (z.B. um damit auch Nichtmediziner mit der entsprechenden Information zu erreichen, die mit Wirkstoffnamen weniger vertraut sind), dann ist mit diesem Beispiel keinerlei Wertung verbunden.

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10.11.2008, 05:34 Uhr
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Experte Pingsmann
Dorsolumbalgie
10.11.08 16:54:18
Sehr geehrter Herr Caus,

ich danke fuer Ihre Mail vom 28.10.08.

Ihr Name ist mir leider nicht bekannt aus einer frueheren Anfrage. Ich gehe davon aus, dass Sie diese Anonym gestellt haben. Trotzdem kann ich auf Ihre Fragen eingehen.

Guten Tag Herr Dr. Pfingsmann,
ich habe mich verschrieben, Claus ist der korrekte Name.
Ich möchte Sie aber diesbezüglich nicht in Ihrer Arbeit stören und muss meine Bewunderung für Ihre Tätigkeit hier aussprechen.
Präzise und Aussagekräftige Antworten die in der Praxis nicht selbstverständlich sind, dazu hier noch kostenlos. Wie ist das möglich?

MIt freundlichen Grüssen
Gregor Claus

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11.11.2008, 09:26 Uhr
Antwort

Sehr geehrter Herr Claus,

zunächst einmal entschuldige ich mich für die falsche Schreibweise Ihres Nachnamens.

Ich danke Ihnen recht herzlich für das Kompliment bezüglich der Arbeit des Expertenrats Rückenschmerz.

Meine Beratertätigkeit ist selbstverständlich nicht kostendeckend, ich mache dies jedoch gerne, weil ich ähnliche Antworten wie von Ihnen bereits von einigen anderen Fragestellern erhalten habe.

Der große Verdienst gebührt jedoch dem Springer-Verlag (bsmo), die diese Seite einrichten. Welche wirtschaftlichen Interessen dahinter stehen, kann ich bislang nicht erschließen, ich gehe jedoch davon aus, dass ein Wirtschaftunternehmen dafür Gründe hat.

Mit freundlichen Grüßen



Dr. A. Pingsmann


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Da die medizinische Forschung weltweit laufend neue Erkenntnisse zutage fördert, sind infolgedessen auch praktizierende Ärzte in einen lebenslangen Lernprozess eingebunden. Die Autoren unserer Beiträge haben sich ausdrücklich dieser Idee verschrieben und verwenden die größte Sorgfalt darauf, die medizinischen Inhalte in einer allgemeinverständlichen Sprache darzustellen. Jedoch kann das Informationsangebot an Sie eine persönliche Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt nicht ersetzen. Eine Haftung für Inhalte, die durch uns im Internet bereitgestellt werden, sowie für Beiträge von externen Autoren und Experten wird deshalb ausgeschlossen. Das gleiche gilt für etwaige Schäden oder Verluste, die dem Nutzer aus der Nutzung dieses Online-Dienstes an sich, z. B. aus technischen Gründen entstehen. Geschützte Warennamen (Warenzeichen) sind besonders gekennzeichnet (®). Ein Fehlen dieser Kennzeichnung bedeutet jedoch nicht, dass es sich um einen freien Warennamen handelt. Die von uns veröffentlichten Arzneimittelinformationen stellen keine Anleitung zur Selbstmedikation dar. Sie sollen Informationen bieten, die das Gespräch zwischen Patient und niedergelassenen Ärzten und Klinikärzten erleichtern sollen. Wenn zu einem Wirkstoff ein Beispiel für Handelsnamen gegeben wird (z.B. um damit auch Nichtmediziner mit der entsprechenden Information zu erreichen, die mit Wirkstoffnamen weniger vertraut sind), dann ist mit diesem Beispiel keinerlei Wertung verbunden.

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