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Jahrelange Rückenschmerzen , wer hilft mir ?

Kategorie: Special-rueckenschmerz.de » Expertenrat Rückenschmerz | Expertenfrage

08.05.2019 | 12:24 Uhr

Ich weiß nicht mehr was ich tun soll . Die Schmerzen in der Lendenwirbelsäule werden immer mehr . Im Großen und ganzen ist meine Wirbelsäule in Ordnung , bis auf kleine Vorwölbungen der Bandscheiben und sogenannte ,, Schmörlknötchen " . Ich habe auch eine Skoliose, die aber meines Wissens nach viele haben . Auch wurde eine Osteoporose erfolgreich behandelt . 2016 wurden an 2 Wirbeln 4/5 Verödungen gemacht , die wahnsinnig schmerzhaft waren , aber nichts gebracht haben . Auch Behandlungen bei der Schmerztherapeutin , Injektion, Akupunktur, Medikamente , Physiotherapie , haben keine wesentlichen Änderungen bewirkt . 2018 nochmal Infiltrationen in verschiedene Wirbel , keine Besserung .Ich war auch 2 Jahre im Fitnessstudio und manchmal Schwimmen. Allerdings fällt mit schwimmen schwer , wegen der Skoliose , die S Förmig verläuft . Fahrradfahren kann ich nur am Heimtrainer und ich habe auch ein kleines Trampolin , bin aber wegen der Schmerzen manchmal so verzweifelt , daß ich auch keine Lust mehr habe , irgendetwas für mich zu tun . 

Dazu muß ich sagen , die Schmerzen habe ich nur beim Gehen und wenn ich eine leicht schräge Haltung über den Tisch , oder beim Kochen einnehme . Wenn ich unterwegs bin , brauche ich schon nach 200 m eine Sitzgelegenheit und in nicht mal eine Minute ist der Schmerz weg . Schmerztabletten habe ich schon sehr viele probiert , helfen nicht . Auch andere Medikamente haben bisher nichts gebracht . Sogar Dronabinol hat nicht gewirkt .Natürlich haben auch Abnehmversuche durch wenig Bewegung nichts gebracht . Mein Hashimoto macht es mir auch nicht leichter . Ansonsten bin ich gesund , habe weder hohen Blutdruck noch Herzbeschwerden , auch kein Diabetes . Meine Blutwerte sind normal .

Da ich mein Leben lang sehr aktiv war , und sehr gelenkig , fällt es mir schwer , so wenig tun zu können . Ich kann doch  nicht den ganzen Tag sitzen . Zu den Ärzten habe ich kein Vertrauen mehr . Niemand macht sich die Mühe , meinen Argumenten richtig zuzuhören und mal rauszufinden, woher meine jahrelangen Schmerzen kommen . Operieren würden Sie und Injektionen verabreichen . Ich habe mich ja schon abgefunden mit den Schmerzen zu leben , aber manchmal habe ich die Hoffnung , daß doch noch jemand mir sagen kann was ich habe .

Ich arbeite im Garten , kann mich vollständig runtebücken ohne Schmerzen . Allerdings knacken die Wirbel manchmal beim Bücken und aufrichten .

Alles was ich noch will , ist eine längere Strecke ohne Schmerzen gehen und wenigstens ein Schmerzmittel , um mal einen Tag keine Schmerzen zu haben .

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Bisherige Antworten
Experte-Stehn
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11.05.2019, 20:49 Uhr
Antwort von Experte-Stehn

Sehr geehrte Ashva,

mich würde interessieren, was die behandelnden Ärzte denn bei Ihnen operieren wollten? Keiner der von Ihnen genannten Befunde (Vorwölbungen der Bandscheiben, Skoliose, Schmorl-Knötchen, Osteoporose) rechtfertigt eine Operation. Oder wurde bei Ihnen eine Instabilität oder ein Wirbelgleiten festgestellt? Hat ein Chirotherapeut oder ein Krankengymnast mit entsprechender Ausbildung Ihren Rücken untersucht? Wie groß und wie schwer sind Sie in etwa? Sind Sie beruflich stark körperlich belastet? Möglicherweise kann ich Ihnen besser helfen, wenn Sie mir diese Fragen beantworten könnten.

Beste Grüße

Ihr Dr. med. Frank Stehn

 

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12.05.2019, 18:17 Uhr
Antwort

Sehr geehrter Herr Dr. Stehn ,

vielen Dank , für die Antwort . Zu der Zeit , als mich ein Chirurg operieren wollte , das war kurz vor der Verödung , war keine Instabilität festgestellt worden . Er hätte die Wirbel , die mir angeblich die Schmerzen bereiteten , versteift . Das wollte ich nicht , da mein 45 jähriger Sohn nach Bandscheibenopetationen nach wie vor Schmerzen hat , arbeitsunfähig ist und mit starken Schmerzmitteln gerade so zurechtkommt .

Ich bin 70 Jahre alt und bin seit der Skoliose 7cm kleiner geworden , von 166 auf 159 cm . Leider habe ich auch einiges an Gewicht zugelegt , so daß ich jetzt 92 kg habe . Ich weiß , daß es auf jeden Fall besser währe abzunehmen . Habe ich mehrmals versucht, mit Intevallfasten , Metabolik Balance usw . Leider ohne Erfolg . Da ich wenig Bewegung habe , trägt es auch nicht dazu bei , Gewicht zu verlieren . Möglicherweise spielt auch meine zu große Oberweite bei meinen Rückenschmerzen eine Rolle .

Berufstätig bin ich schon lange nicht mehr , da ich in den 80er Jahren als Friseurin so starke Rückenschmerzen hatte , daß ich aufhören mußte. Ich habe sehr viel schwere Arbeit im Haus selbst gemacht . Ob das Schuld ist , weiß ich nicht . Allerdings habe ich Arthrose an verschiedenen Gelenken und habe festgestellt , daß schon mal eine Facettengelenksarthrose in der Wirbelsäule diagnostiziert wurde . Verschiedene Injektionen hatten nur kurze Besserung . Die Physiotherapeutin hat die Scoliose festgestellt und mir Anleitung gegeben , wie ich den Beckenschiefstand mit gymnastischen Übungen verbessern kann . Durch den Beckenschiefstand habe ich oft auch noch Schmerzen auf der linken Seite . Fühlt sich an wie Nierenschmerzen , ist aber wahrscheinlich der Muskel , der am letzten Rippenbogen festgemacht ist . 

Ich weiß , daß ich nicht mehr die Jüngste bin und man eben nicht mehr so fit ist , aber es ging mir alles zu schnell in letzter Zeit mit dem nicht mehr können , weil die Schmerzen immer mehr werden .

Mit freundlichen Grüßen 

Ashva

Experte-Stehn
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16.05.2019, 07:41 Uhr
Antwort von Experte-Stehn

Sehr geehrte Ashva,

möglicherweise ist durch den Verschleiß, die ungünstigen Gewichtsverhältnisse und die Skoliose eine Instabilität in der Wirbelsäule entstanden. Herausfinden ließe sich das recht einfach durch Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule von der Seite, einmal in Vor- und einmal in Rückneigung. Zeigt sich dann eine Instabilität sind meistens intensive, stabilisierende Rückenübungen, ggfs. auch, zumindest vorübergehend, eine stützende Bandage für die LWS sinnvoll.

Fragen Sie Ihre Behandler bitte nach diesen Möglichkeiten.

Ich wünsche Ihnen gute Besserung

Ihr Dr. med. Frank Stehn

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