MRT Befund LWS

Kategorie: Special-rueckenschmerz.de » Expertenrat Rückenschmerz | Expertenfrage

06.09.2017 | 09:24 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Stehn,

ich möchte Ihre Meinung / Übersetzung zu meinem MRT-Befund LWS einholen.

Zu meiner Vorgeschichte: Seit nunmehr 1 Jahr habe ich jeden Tag! Schmerzen im unteren Rückenbereich. Mittlerweile war ich bei 3 Ärzten. Der erste hat mich ohne weitere Behandlung zur Physio geschickt und wollte mich auch nicht wiedersehen und meinte mit der Physio und Schmerzmittel (große Packung Ibu 600) sollte das dann behoben sein. Dem war nicht so und ich ging erneut hin. War auch nicht gewillt jeden Tag über einen längeren Zeitraum mehrere Schmerztabletten einzunehmen. Verdacht war übrigens Blockierung ISG Gelenk. Nach Ablauf der Physio mit Wärmebehandlung (keine Verbesserung) ging ich erneut zum Arzt. Nach Drängen, dass es nicht besser ist, wurde ein Röntgenbild seitlich (Hüfte/Bandscheiben) erstellt. Hier war nichts zu sehen. Erneut Physio erhalten. Die Physio hatte ich gewechselt und auch wenn diese kompetenter war, Besserung gab es auch hier nicht und es gab seitens der Physio Bedenken an dem Verdacht ISG Blockierung. Schmerzen nach wie vor - jeden Tag. Teilweise nach Physioeinheit sogar schlimmer. Ich wechselte den Arzt - auch hier erstmal nur Physio und MRT Anordnung Hüfte. Hier war alles in Ordnung und auch dieser Arzt  blieb beim ISG. Ich erhielt eine Cortison Schmerzspritze. Leichte Verbesserung - aber immer noch jeden Tag Schmerzen. Weitere Physio war zwar schön aber geholfen - Fehlanzeige. Ich wechselte erneut den Arzt. Dieser hat endlich mal ein MRT LWS angeordnet. Befund und damit zu meiner eigentliche Frage:

Sacrum acutum. Abgeflachte Lendenlordose. Regelrechtes Aligenemt der Wirbelkörper. Normale Höhe der Wirbelkörper, z.T. mit angedeuteten Chorda dorsalis-Relikten. Normal weit angelegter Spinalkanal. Orthotoper Konusstand. Reduziertes Wassersignal der Bandscheiben LWK 2/3 und LWK 3/4. Kein Nachweis signifikanter Segmentabflachungen oder Knochenmarksignalalterationen. In Höhe LWK 2/3 initiale dorsomediane Bandscheibenprotrusion mit fokaler T2w-Signalanhebung des Anulus fibrosus. In Höhe LWK 3/4 initiales Discusbulging. In Höhe LWK 4/5 biforminale BAndscheiben-Extrusion unter linksseitig betonter Verlagerung der austretenen L4-Nervenwurzeln. Harmonische Banscheibenbegrenzung L5/S. Keine signifikante Spondylarthrose. Nebenbefundlich: Wurzeltaschenzyste rechts Höhe SWK 2.

 

Beurteilung: Initiale dorsomediane Diskusprotrusion Höhe LWK 2/3 mit fokaler Rissbildung des Anulus fibrosus. Initiales Discusbulging Höhe LWK 3/4. Biforaminale Bandscheiben-Extrusion Höhe LWK 4/5, linksseitig betont. Beginnende Osteochondrose Höhe LWK 2/3 und LWK 3/4.

Ich bitte höflich um Ihre Übersetzung und Meinung zu weiteren Behandlungsmöglichkeiten. Zu meiner Person - ich bin 40 Jahre, eigentlich recht sportlich bis zu den SChmerzen vor 1 Jahr. Laufen, Yoga, Fitnesstudio. Derzeit mache ich nur Yoga - aber auch dieses hilft nicht immer bzw. ist mit SChmerzen verbunden.

Welche Therapie / zu welcher Diagnose kommen Sie aus dem obigen Befund / würden Sie empfehlen. Kann es sein, da ich schon so lange diese SChmerzen habe, dass es nun chronisch ist? Mach mir etwas Sorgen, weil so viele LWKs betroffen scheinen - allerdings habe ich keine Ahnung wie hoch der Schaden ist...daher meine Frage.

Vielen Dank für Ihre Meinung!

freundliche Grüße

Janine K.


06.09.2017 10:21 – Beitrag von der Redaktion bearbeitet.

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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09.09.2017, 12:24 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo jasikrause, 

Ihr Befund beschreibt Bandscheibenvrowölbungen und einen Vorfall L4/5, der die L4-Wurzeln bedrängen könnte. Dies würde Schmerzen in den Beinen vor allem am äußeren Oberschenkel und inneren Unterschenkel führen. Das Problem bei MRT-Befunden ist, dass diese lediglich beschreibend sind, Ihre Beschwerden nicht unbedingt durch diese Befunde erklärlich sind. 

Generell wird bei Rückenschmerzen ohne neurologische Sypmtome (Blasen-Mastdarmstörungen, Muskelschwäche, Taubheit), eine Komibnation aus konsequenter Schmerztherapie nach WHO-Stufenschema und Krankengymnastik empfohlen. In der Krankengymnastik sollten Rückenübungen erlernt werden, die im Eigentraining die Rückenmuskulatur gezielt aufbauen. Auch bei sportlichen Menschen können muskuläre Defizite vorhanden sein, die ausgeglichen werden sollten. 

Stellte ein Arzt einen Zusammenhang zwischen dem MRT-Befund und Ihren Beschwerden her, ist natürlich immer eine operative Entfernung des Bandscheibenvorfalls möglich.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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