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Retrolisthesis u.a.

Kategorie: Special-rueckenschmerz.de » Expertenrat Rückenschmerz | Expertenfrage

08.10.2007 | 12:23 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr.,

bei einem MRT kam folgendes heraus:

Beginnende Chondrose L1-L4, fortgeschr. Chondrose L5-S1. Genau dort (L5/S1) wurde auch eine breitbasige BS-Protrusion mit medianem, nach caudal umgeschlagenem BS-Prolaps (5mm) diagnostiziert. Außerdem geringgradie Retrolisthesis L5 auf S1 um max. 6 mm.

Mein Arzt sprach nur von dem leichten Vorfall und hat mir Krankengymnastik verschrieben. Zu der Verschiebung hat er gar nichts gesagt, das habe ich erst durch den Bericht (und eifriges Nachschlagen..) rausgefunden. Können Sie mir da Näheres zu sagen? Ist es eine Begleiterscheinung und daher nicht so wichtig? Wie sind die beginnenden Chondrosen zu beurteilen? Wie kann man dem entegenwirken?

Ach ja, außerdem habe ich Spondylarthrose, leicht bis mittelgradig, betont in der basalen LWS ,und in dem Bericht stand dazu auch noch z.T. mit Ergussbildung. Was muss ich mir darunter vorstellen, also unter den Ergüssen?

Kann man da mit Physioterapie genug ausrichten? Ich muss dazu sagen, ich bin erst 35 und habe trotz des vielleicht nicht so schlimmen Befundes erhebliche Schmerzen und Einschränkungen!

Danke für Ihre Einschätzung!!
Alexandra

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12.10.2007, 09:45 Uhr
Antwort

Sehr geehrte Alexandra,

ich danke für Ihre Mail vom 08.10.2007.

In der Tat handelt es sich um das Rückwärtsgleiten des einen Wirbelkörpers auf den darunter liegenden um eine Begleiterscheinung des wohl ausgeprägteren Bandscheibenvorfalls. Durch den Höhenverlust der Bandscheibe folgt der obere Wirbel der Richtung seiner hinten gelegenen Wirbelgelenke und gleitet nach hinten und unten, damit also in Bezug auf den darunter liegenden Wirbel nach hinten. Dies ist an sich nicht schmerzhaft, führt im Gegenteil zu einer Stabilisierung dieser beiden Wirbelkörper (Bewegungssegment) gegeneinander, kann aber den Raum, den die Nerven im Wirbelkanal haben, beeinträchtigen.

Ich teile Ihre Sorge bezüglich der Physiotherapie. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Physiotherapie keinesfalls zu einer Schmerzverstärkung beiträgt. Übungen, die mit wenig Bewegungsausschlag stabilisierend (isometrisch) wirken, sind am günstigsten.

Einen Therapieversuch sollten Sie mit einem elastischen Lumbalmieder machen. In dieser Beziehung sollten Sie sich noch mal von Ihrem Orthopäden beraten lassen.

Eine Operationsanzeige sehe in im Hinblick auf Ihren Bericht aktuell nicht. Die konservative Therapie ist in den meisten Fällen weitaus erfolgreicher.

Mit den besten Wünschen zur Genesung

Dr. A. Pingsmann


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