Rückenschmerzen nach Geburt

Kategorie: Special-rueckenschmerz.de » Expertenrat Rückenschmerz | Expertenfrage

26.11.2018 | 04:51 Uhr

Hallo,

ich kämpfe leider seit meiner Schwangerschaft mit furchtbaren Rückenschmerzen (Geburt war 12.10.18). Ich dachte, dass diese nach der Geburt verschwinden würden, aber sie haben sich eher verschlimmert. Es ist ein stechender Schmerz in der Rückenmitte auf Taillenhöhe und ab da abwärts in den Seiten. Tagsüber bemerke ich die Schmerzen kaum. Nachst aber ist Schmerz so stark, dass ich kaum noch schlafen kann. Ich kann mich ohnehin nur noch steif auf die Seite legen und nach spätestens 3-4 Stunden muss ich wieder aufstehen, weil die Schmerzen zu stark werden. Das ist wirklich sehr belastend, ich muss ein Neugeborenes versorgen und dabei bin ich total am Ende von dem Schlafentzug. Da ich voll stille, kann ich keine Schmerzmittel nehmen.

Die Schmerzen bessern sich, sobald ich aufgestanden bin und bei Bewegung. Langfristig kann ich aber durch Yoga, Wärme, Shiatsu oder Osteopathie keine Besserung erreichen, alles schon probiert. Yoga hilft immer nur akut, das heißt mitten in der Nacht! 

Ich war bereits beim Orthopäden. Dieser hat mich nur kurz abgetastet, Verspannungen festgestellt und mich wieder weggeschickt. Das sei nach einer Schwangerschaft "normal", meinte er. Ich fühle mich überhaupt nicht ernst genommen und bin jetzt sehr verzweifelt. 

Können diese schrecklichen Schmerzen wirklich "normal" sein und auf die Schwangerschaft zurückzuführen? Wann bauen sich die weichmachenden Schwangerschaftshormone ab? Welche Ursachen kommen noch in Frage? Könnte das ein unentdeckter Bandscheibenvorfall sein? 

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Bisherige Antworten
Experte-Stehn
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29.11.2018, 13:17 Uhr
Antwort von Experte-Stehn

Sehr geehrte susi-1988,

erst einmal möchte ich Ihnen herzlich zur Geburt Ihres Kindes gratulieren.

Rückenschmerzen kommen während und nach einer Schwangerschaft leider recht häufig vor; "normal" sind diese deswegen jedoch sicher nicht!

Meistens helfen bei Verspannungen und Blockierungen Massagen, manuelle Therapie und krankengymnastische Übungen.

Sollten sich die Beschwerden also nicht rasch von alleine bessern, so sprechen Sie Ihren Orthopäden oder Hausarzt gezielt auf diese Möglichkeiten an. Ein Bandscheibenvorfall ist zwar eher unwahrscheinlich, lässt sich aber ohne weitere Untersuchung auch nicht sicher ausschließen. Sollten die Behandlungen also keine Besserung ergeben, so muss auch dieser Möglichkeit durch entsprechende Untersuchungen nachgegangen werden.

Ich wünsche Ihnen gute Besserung und viel Freude mit Ihrem Nachwuchs

Ihr Dr. med. Frank Stehn

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