Unerträgliche BWS Schmerzen

Kategorie: Special-rueckenschmerz.de » Expertenrat Rückenschmerz | Expertenfrage

24.05.2019 | 15:43 Uhr

Hallo,

ich bin 50 Jahre alt und mein Leiden begann vor mehr als einem Jahr. Ein Brustwirbel, etwas unterhalb der Schulterblätter begann mal weh zu tun. Dann wurde der Schmerz öfter, die Dauer länger und Bewegung verstärkte ihn. Nun ist es auch ein Ruheschmerz, ich kann kaum liegen. Auf dem Rücken verschlimmert die Körperwärme den Schmerz, auf der Seite habe ich das Gefühl, meine Schulter erdrückt mich.

Anfangs fing der Schmerz nach dem Aufstehen an, als wenn mein Gewicht mich staucht, nun als Dauerschmerz wache ich schon damit auf.

Manchmal zieht der Schmerz nach oben, Brustwirbel 1-4. Dann tut der untere Wirbel weniger weh, aber bei Pech geht der Schmerz dann in die HWS, hört am Haaransatz auf, und dann setzt der Vernichtungsschmerz ein. Mit erbrechen, vor Schmerz kann ich nur gekrümmt stöhnend da liegen und bin auch schon ohnmächtig geworden. Aushalten, abwarten....nicht einmal Oxycodon hilft nun noch.

Ich war bei zig Orthopäden, soll Sport machen, den ich aber schon regelmäßig ausführe. MRT ergab nichts, schon hatten auch die Neurochirurgen kein Interesse mehr an mir.

Ein dumpfer pochender Schmerz, pulsierend, wie Messer im Rücken. Als fräße einer den Knochen auf. Erinnert mich an eine Infektion, als mich eine Katze gebissen hatte. Oft auch um die Brust, das selbst husten, niesen, pressen, sogar atmen schrecklich schmerzt. Meine rechte Körperhälfte kribbelt, Gesicht, Oberarm, Hand, Po, Bein. Innerlich ein Gefühl, als vibriere ich und nun ununterbrochen 2 unterschiedliche Ohrgeräuche, rechts auch mehr. Nun beginnt ein Hüftschmerz rechts, im Liegen, nach dem sitzen die ersten Schritte.

Der Rücken ab dem unteren schmerzenden Wirbel nach oben ist gefühlloser. Liege ich auf einem Kühlakku, faßt sich mein Rücken eisig an, ich spüre es aber nicht, zudem kribelt es ständig. Also kam ich auch schon auf Nervenschmerzen, nur woher?

Hinzu fühle ich mich fiebrig, Schüttelfrost, innere Hitze, nur kühlen ist angenehm. TNS Gerät verschlimmert, indem dann der Rücken wie Feuer brennt. Ein Kortisonboost mit 100mg linderte sofort, beim 2. mal nicht mehr so. Der Rheumatologe schickte mich heim, weil ich keine geschwollenen Gelenke hätte. Obwohl er vom Kortison wußte. Nun habe ich kreisrunde Flecke unter den Augen, nach einem schlimmen Schub ist mein Rücken neben den Wirbel schwammig, wie ein Ödem, kratzt innerlich wie ein Wollpuli und als hätte ich lauter blaue Flecke.

In so einem Vernichtungsschmerzanfall lag ich schon in Neurologien, Novalgin, Nervenmessung o.B., mehr wurde nie gemacht. Nun kam ich in eine Orthopädie, die einen Bandscheibenvorfall HWS 4/5 feststellten, mit ausgeprägter Myelopathie. Das alles käme daher. Man riet mir zur OP mit Bandscheibenprothese. Aufgrund der Schmerzen und unter Morphin stimmte ich zu........aber alles ist geblieben, hinzu kommt nun die OP Auswirkung, was da noch kommen kann.

Beim Nachgespräch sollte ich mehr Physio machen, was leider so nicht möglich ist, die Schmerzen in der BWS sind nun so schlimm, das ich bettlägerig bin. Zudem las ich im Klinik MRT Bericht, kein Anzeichen einer Myelopathie. Zudem im Röntgen Skoliose mit 8 und 12 Grad, trotzdem sagt der Arzt, mein Rücken sei kerzengerade. Also denke ich, das ich einen Nebenbefund operieren lassen habe. Nun soll ich zur MMS. Mein Hausarzt meint aber, ohne genaue Diagnostik wäre das Unsinn, zumal ich mich nicht bewegen kann. 

Was kann solche Schmerzen, die grundlos kamen, auslösen? Denn dieses fiebrige Gefühl etc. paßt nicht zu einem Bandscheibenvorfall. Hinzu muß ich noch sagen, das ich bevor alles so schlimm wurde, eine Harnleiterschiene gelegt bekam, mit Verletzung der Harnröhre. Und nach Entfernung dieser, sowie dem Nierenstein, wurden die Rückenprobleme massiver, steigerten sich immer mehr, gingen aber nie mehr zurück. Ich habe nur noch erträgliche Tage und Horrortage.

Leukozythen sind mal erhöht, mal nicht, keiner sucht dann aber weiter. HWS und BWS knacken und knirschen nun ständig, Muskelhartspann. Nehme schon Ortoton ohne Linderung. 

Ich laufe wie eine alte Frau nach vorn gebeugt, außer der Schmerz ist erträglich, nur dann kann ich mich aufrichten. Seit der OP ist mein Nacken jeden Morgen steif, der Hals taub.

Keiner fühlt sich zuständig, kann mir helfen, was kann ich nich tun?

24.05.2019 16:14 – Beitrag von der Redaktion bearbeitet.

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Bisherige Antworten
Experte-Stehn
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29.05.2019, 08:14 Uhr
Antwort von Experte-Stehn

Sehr geehrte Gerda,

drängen Sie bitte auf die Abklärung der erhöhten Entzündungswerte (Leukozyten)! Fragen Sie Ihre Behandler (Hausarzt, Orthopäde), ob die Möglichkeit einer bakteriellen Entzündung der Wirbel im betroffenen Bereich besteht (Fieber. erhöhte Entzündungswerte, Nierenstein). Lassen Sie auch mal eine Osteopathin die schmerzende Region untersuchen; möglicherweise kann diese Bewegungsstörungen in der BWS beseitigen.

Ich wünsche Ihnen gute Besserung

Ihr Dr. med. Frank Stehn

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