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schulterschmerzen

Kategorie: Special-rueckenschmerz.de » Expertenrat Rückenschmerz | Expertenfrage

07.03.2008 | 10:19 Uhr

ich leide seit 8 monaten an schulterschmerzen.
es wurde ein mrt de hws durchgeführt laut befund liegt bei mir eine absolute spinalkanalstenose und pelottierung des myelons ohne myelopathie sowie begleitenden höhergradigen foraminalstenosen bds.hws c5/6.
in diesem segment auch knochenmarksödem als ausdruck der initialen gefügestörung.
nun wurde ich zum neurologen überwiesen.meine frage ist was heist das und welche möglichkeiten gibt es da wieder schmerzfrei zu werden.

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11.03.2008, 08:33 Uhr
Antwort

Sehr geehrte Frau Käfer,
sehr geehrter Herr Käfer,

ich danke für Ihre Mail vom 07.03.2008.

Ich gehe davon aus, dass Ihre Schulterschmerzen in ursächlichem Zusammenhang mit Ihrer Veränderung an der HWS stehen. Spinalkanalstenose bedeutet eine Verengung des Wirbelkanals hinter den Halswirbelkörpern, so dass die Wirbelkanalinhalte (Rückenmark, Blutgefäße, Fett und zu den Armen und zum Hals hin austretende Nerven) unter Druck geraten.

Das Knochenmarködem wird sich sehr wahrscheinlich auf die Halswirbelkörper 5 und 6 beziehen. Die wahrscheinlich durch eine alterungs- oder verschleißbedingte Veränderung der Bandscheibe zwischen diesen beiden Halswirbelkörpern werden die angrenzenden Halswirbelkörper vermehrt beansprucht und überlastet. Dadurch kommt es zu einer vermehrten Flüssigkeitsansammlung in den bandscheibennahen Anteilen dieser Halswirbelkörper.

Die gute Nachricht ist, dass nach dem MRT-Befund das Rückenmark trotz der Enge seiner knöchernen Umgebung und der entzündlichen Reaktion der Halswirbelkörper auf dieser Höhe noch keinen im Bild erkennbaren Schaden (Myelopathie) genommen hat.

Ich nehme an, dass die nervenärztliche Untersuchung dazu dienen soll, diese im MRT nicht zu erkennende Myelopathie mit einer körperlichen und elektrodiagnostischen Untersuchung zu bestätigen.

Die Therapienotwendigkeiten hängen sehr von dem Ergebnis dieser neurologischen Untersuchung ab. Sie hängen zudem davon ab, ob Ihre Beschwerden tatsächlich von der Halswirbelsäule herrühren. Hier müsste der behandelnde Orthopäde Ihnen weiterhelfen können (Stauchungsschmerz, Schulterschmerzverstärkung bei Kopfrückneigung und Drehung des Kopfes, elektrisierende Missempfindungen in Händen oder Beinen usw.).

Mit freundlichen Grüßen zur Genesung


Dr. A. Pingsmann


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