Rücken-FAQs

Die häufigsten Fragen zu Rückenschmerzen

Fragen und Antworten zum Thema Rueckenschmerzen
Hier finden Sie Fragen und Antworten zum Thema Rückenschmerz.
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Wichtige Informationen zu Rückenschmerzen finden Sie hier in Kurzform. Lesen Sie die Antworten auf die häufigsten Fragen.

Wie häufig sind Rückenschmerzen und was ist der Unterschied zwischen akut und chronisch? Wir haben Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Rückenbeschwerden:

Wie häufig sind Rückenschmerzen?

Rückenschmerzen sind zum Rückenschmerzen verursachen die meisten Fehltage im Job geworden. Rund 60 bis 80 Prozent der Deutschen hatten bereits mindestens einmal in ihrem Leben Rückenschmerzen, bei ca. 40 Prozent sind die Schmerzen chronisch.

Mehr Informationen finden Sie im Artikel Wie verbreitet sind Rückenschmerzen?.

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Wie äußern sich Rückenschmerzen?

Rückenschmerzen können ganz plötzlich auftreten oder sich allmählich entwickeln. In den meisten Fällen betreffen sie den Bereich der Lendenwirbelsäule. Sind durch die zu Grunde liegende Erkrankung Nerven in Mitleidenschaft gezogen, können Symptome wie Ziehen, Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Schwäche in den Beinen auftreten. Kribbeln und Taubheitsgefühl machen einen unverzüglichen Arztbesuch notwendig.

Mehr Informationen finden Sie im Artikel Symptome.

Was versteht man unter chronischen Rückenschmerzen?

Als chronisch gelten Rückenschmerzen dann, wenn sie mindestens drei Monate anhalten oder in geringen Zeitabständen wiederkehren. Die Schmerzen können entweder den gesamten Rücken oder nur einzelne Abschnitte des Rückens betreffen.

Mehr zum diesem Thema finden Sie in der Rubrik Chronischer Schmerz.

Was sind die Ursachen für Rückenschmerzen?

In den meisten Fällen gehen Rückenschmerzen auf Muskelverspannungen zurück. Die verspannten, harten Muskelstränge drücken dabei auf Nerven und reizen diese, so dass die Schmerzen über den Rücken hinaus bis ins Bein ausstrahlen können. Aber auch Erkrankungen wie ein Bandscheibenvorfall, alters- oder krankheitsbedingter Knochenabbau, entzündlich-rheumatische Gelenkerkrankungen oder Tumorerkrankungen können die Ursache für Rückenschmerzen sein.

Mehr Informationen zu den Ursachen finden Sie im Artikel Hexenschuss.

Warum ist gerade der Rücken so oft betroffen?

Wirbelsäule und Rückenmuskulatur sind jeden Tag einer hohen Belastung ausgesetzt. Nur dem komplexen, fein abgestimmten Zusammenspiel der verschiedenen Rückenmuskeln ist es zu verdanken, dass wir aufrecht sitzen und stehen können, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Fehlhaltungen können leicht zur Überlastung einzelner Muskeln führen und so das empfindliche System stören.

Mehr dazu finden Sie hier: Warum der Rücken?.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Rückenschmerzen sollten möglichst schnell und effektiv behandelt werden, um zu verhindern, dass sie chronisch werden. Es empfiehlt sich daher, bei neu aufgetretenen starken Rückenschmerzen einen Arzt zu konsultieren. Nur er kann klären, welche Ursache den Schmerzen zu Grunde liegt und was dagegen getan werden kann. Unbedingt sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn Symptome wie Ziehen, Kribbeln, Taubheitsgefühl, Schwäche oder Lähmungserscheinungen in den Beinen auftreten oder die Urin- bzw. Stuhlausscheidung gestört sind.

Wie stellt der Arzt die richtige Diagnose?

Zunächst wird Sie der Arzt gezielt zu der Art Ihrer Beschwerden, dem zeitlichen Verlauf ihres Auftretens, eventuellen weiteren Erkrankungen sowie Ihrem Berufs- und Freizeitverhalten befragen. Dies gibt ihm wichtige Anhaltspunkte bezüglich der Herkunft und Einordnung der Erkrankung. Um die Diagnose zu sichern und das Ausmaß eventueller Schäden abzuschätzen, sind eine körperliche Untersuchung, die Entnahme von Blutproben sowie unter Umständen der Einsatz bildgebender Verfahren, z.B. Röntgenaufnahmen, notwendig.

Mehr dazu finden Sie hier: Diagnose von Rückenschmerzen.

Wie können Rückenschmerzen behandelt werden?

Bewegung ist die beste Medizin. Sie hilft bestehende Muskelverspannungen zu lösen und kann den Teufelskreis aus Schmerz Schonung neuem Schmerz unterbrechen. Bei starken Rückenschmerzen können Medikamente eingenommen werden, welche die Schmerzen kurzfristig lindern und die Bewegungsfreiheit zurückgeben. Daneben spielen vor allem physio- und psychotherapeutische Maßnahmen eine große Rolle.

Die hartnäckigsten Mythen zu Rückenschmerzen
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  • rücken-mythen startbild.jpg
    Die häufigsten Rücken-Mythen

    Rückenschmerzen hat beinahe jeder mal - wahrscheinlich ein Grund dafür, dass so viele allenfalls Halbwahrheiten darüber die Runde machen. Wir stellen die wichtigsten Rücken-Gerüchte vor.

    Getty Images/iStockphoto

  • rückenschmerzen verzweiflung frau.jpg
    Männer und Frauen haben gleich häufig Rückenschmerzen.

    Falsch! Frauen leiden deutlich häufiger an akuten Rückenschmerzen, die sie außerdem als intensiver beschreiben. Einen Unterschied gibt es außerdem, was den Ort des Schmerzes angeht: Während Frauen häufiger an Nacken- und Schulterschmerzen leiden, beklagen sich Männer öfter über Kreuzschmerzen, also Rückenschmerz im Bereich der Lendenwirbel.

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  • Rückenschmerz Mythen Sport schützt.jpg
    Sport schützt vor Rückenschmerzen.

    Leider nein. Zwar senkt rückengesunder Sport das Risiko, Rückenschmerzen zu bekommen. Völlig davor gefeit sind aber auch Hobbyathleten nicht - zumal, wenn sie Sportarten wie Badminton oder Bodybuilding ausüben, die dem Rücken eher schaden.

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  • rückenschmerzen frau sport top.jpg
    Einmal Rückenschmerz, immer Rückenschmerz.

    Falsch. Die meisten akuten Rückenschmerzen verschwinden von alleine wieder, oft helfen einfache Maßnahmen wie mehr Bewegung und kleine Sportpausen im Büro.

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  • Rückenschmerz-Mythen aufrechter Gang.jpg
    Rückenschmerzen kommen vom aufrechten Gang.

    Stimmt teilweise. Durch das Aufrichten auf zwei Beine im Lauf der Evolution ist unsere Wirbelsäule anfälliger geworden, zum Beispiel für Bandscheibenvorfälle. Aber auch unser Lebensstil spielt eine große Rolle.

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  • Rückenschmerz-Mythen Frage des Alters.jpg
    Rückenleiden sind eine Frage des Alters.

    Nein. Schon Kinder leiden vermehrt an Rückenschmerzen, Ursache Nummer eins ist der Bewegungsmangel. Das stundenlange Sitzen im Büro lässt außerdem vor allem die berufstätigen Altersgruppen über Rückenschmerzen klagen. Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule nehmen zwar mit dem Alter zu, verursachen häufig aber keine Beschwerden.

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  • Rückenschmerz-Mythen gerade Sitzen.jpg
    Gerades Sitzen, Stehen und Gehen verhütet Rückenschmerzen.

    Falsch. Dynamik ist das Zauberwort, denn die Rückenmuskeln wollen bewegt werden. Am besten schützt sich also vor Schmerzen, wer öfter mal einen Positionswechsel hinlegt - egal wobei.

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  • depressionen.JPG
    Rückenschmerzen hängen mit der Psyche zusammen.

    Richtig! In beiden Richtungen gibt es einen Zusammenhang: Einerseits schlagen sich chronische Rückenbeschwerden in Depressionen nieder, andererseits können andauernder Stress und Überbelastung zu Verspannungen und damit Rückenschmerzen führen.

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  • Rückenschmerz-Mythen Matratze.jpg
    Die richtige Matratze verhindert Rückenschmerzen.

    Die einen schwören auf eine harte Matratze, andere aufs Wasserbett. Fakt ist, dass Rücken-Experten darauf hinweisen, eine mittelharte Matratze sei am besten. Viele halten die Rolle der Matratze ohnehin für überschätzt und raten, dass jeder für sich herausfindet, welches Bett dem Rücken liegt.

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  • Rückenschmerz-Mythen röntgen.jpg
    Bei Rückenschmerzen muss geröntgt werden.

    Ganz im Gegenteil. Der Hauptverursacher von Rückenschmerzen - nämlich Muskelverspannungen - ist auf Röntgenaufnahmen nicht zu sehen. Erst wenn die Schmerzen lang anhalten und die Ursache unklar ist, kann Röntgen dazu dienen, schwere Grunderkrankungen sichtbar zu machen.

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    Ein Bandscheibenvorfall muss operiert werden.

    Mitnichten. In den meisten Fällen lässt sich der Vorfall oder Bandscheibenprolaps gut mit konservativen Methoden behandeln, zum Beispiel Physiotherapie und Schmerzmitteln.

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  • Rückenschmerz-Mythen Schwangerschaft.jpg
    In der Schwangerschaft ist der dicke Bauch ein Rückenschmerz-Garant.

    Jein. Je fortgeschrittener die Schwangerschaft, desto mehr versuchen werdende Mütter, das wachsende Gewicht von Bauch und Brüsten mit einem Hohlkreuz abzufedern. An Rückenschmerzen in der Schwangerschaft können aber auch die Psyche, Gebärmutterkontraktionen und Bewegungsmangel schuld sein.

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  • Rückenschmerz-Mythen kälte cabrio.jpg
    Kälte kann Rückenschmerzen auslösen.

    Eher nein. An den meisten Rückenbeschwerden, die im Winter schlimmer werden, ist Bewegungsmangel schuld - einfach, weil in den kalten Monaten die Couch für viele zu verlockend scheint. Ausnahme ist etwa ein "Zug" im Nacken, zum Beispiel durch leichtsinniges Cabriofahren.

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  • rückenschmerz-mythen bettruhe.jpg
    Rückenschmerzpatienten sollten sich schonen.

    Falsch, in fast allen Fällen von Rückenschmerzen wäre Bettruhe Gift. Ausnahmen sind zum Beispiel akute Schmerzen wie bei einem Hexenschuss.

    (c) Brand X Pictures

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 22. Dezember 2013

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