Rückenschmerzen behandeln

Flupirtin: Muskeln entspannen, Rückenschmerzen lindern

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Rückenschmerzen behandeln - endlich wieder schmerzfrei.
Getty Images/BananaStock RF

Rückenschmerzen gehen oftmals auf anhaltende schmerzhafte Verspannungen in der Muskulatur zurück. Der Wirkstoff Flupirtin kann schnell Linderung verschaffen, weil er die Erregbarkeit der Nervenzellen herabsetzt. Er hilft so wirksam gegen Rückenschmerzen.

Effektive Hilfe gegen Rückenschmerzen: Der Wirkstoff Flupirtin setzt über eine Öffnung von neuronalen Kaliumkanälen die Erregbarkeit der im Rückenmark aufsteigenden sensorischen (schmerzleitenden) Nervenfasern herab. Dadurch hemmen Flupirtin-basierte Medikamente die zur Schmerzentstehung nötige Reizweiterleitung. Dies führt schließlich zur Entspannung der Muskulatur und Linderung der Schmerzen.

Verschiedene Studien haben ergeben, dass die Wirkung von Flupirtin gegen Rückenschmerzen bereits nach wenigen Tagen eintritt. Auch schmerzbedingte Schlafstörungen und Einschränkungen täglicher Verrichtungen werden durch das Medikament vermindert. Flupirtin kommt zum Einsatz, wenn andere Medikamente nicht die gewünschte Wirkung erzielt haben.

Flupirtin hemmt übermäßige Reizantwort und dadurch den Schmerz

Ursachen chronischer Rückenschmerzen sind häufig Muskelverspannungen durch eine Fehl- oder Schonhaltung sowie dadurch entstehende Muskelverhärtungen (Myogelosen). Schmerzsignale werden aus den verspannten Muskelpartien nach Umschaltung im Rückenmark zentral verarbeitet. Durch eine gesteigerte Reizantwort über im Rückenmark absteigende motorische Nervenbahnen wird die Muskelverspannung sogar noch verstärkt, andauernde Schmerzen sind die Folge. Genau hier setzt der Wirkstoff Flupirtin an, um Rückenschmerzen vorzubeugen.

Neueren Untersuchungen zufolge scheint die eigentliche Ursache von Muskelverspannungen in vielen Fällen außerhalb der Muskulatur zu liegen. Krankhafte Veränderungen kleiner Wirbelgelenke in der Wirbelsäule beispielsweise führen zur verstärkten Aktivität der Nervenzellen in der Rückenmuskulatur, wodurch sich diese dauerhaft anspannt.

Häufigste Nebenwirkungen des Medikaments sind Müdigkeit und Schwindel, die vor allem zu Beginn der Behandlung gegen Rückenschmerzen auftreten. Meist verschwindet diese Flupirtin-Nebenwirkung aber im weiteren Verlauf von allein wieder. Sehr häufig werden auch Erhöhungen der Lebertransaminasen beobachtet. Deshalb sind die Leberwerte in wöchentlichem Abstand zu kontrollieren. Mit nicht genau bekannter Häufigkeit wurden toxische Leberschädigungen beobachtet bis hin zu Leberversagen. Da dies im Zusammenhang mit einer längerer Behandlungsdauer auftrat, darf die Behandlungsdauer zwei Wochen nicht überschreiten.

Was gegen Verspannungen hilft

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 31. Mai 2013
Durch: es
Quellen: Nach Informationen von Ärzte Zeitung vom 8. Mai 2007; Zeitschrift Orthopädie & Rheuma 2007, 3, 51-52 sowie Fortschritte der Medizin 121. Jg. Originalien Nr. I/2003, S. 11-18

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