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Rückenschmerzen: Was tun gegen Verspannungen und Co.?

Solange der Schmerz von allein wieder vergeht, sind Rückenschmerzen nicht weiter schlimm. Allerdings können solche Probleme chronisch werden – der Leidensdruck ist dann enorm. Um das zu vermeiden, sollten Rückenschmerzen immer ernst genommen und möglichst schnell behandelt werden.

Hinter Rückenschmerzen kann sich eine Vielzahl von Erkrankungen oder harmlosen Auslösern verbergen. Entsprechend divers sieht die Therapie der Schmerzen aus: Akupunktur, Wärmebehandlung, Pilates-Übungen, Schmerzmittel und Präparate zur Muskelentspannung oder eine Operation der Bandscheibe sind nur einige der Behandlungsmöglichkeiten.

Was gegen Verspannungen wirklich hilft

Physiotherapie zur Behandlung von Rückenschmerzen

Folgende nicht-medikamentöse Verfahren haben sich bei der Behandlung akuter oder chronischer Rückenschmerzen bewährt:

Medikamente zur Behandlung von Rückenschmerzen

Zur Behandlung von Rückenschmerzen ist in einigen Fällen eine medikamentöse Therapie angezeigt. Die medikamentöse Behandlung von Rückenschmerzen bekämpft aber lediglich die Symptome, weshalb sie nur begleitend zu anderen Behandlungen sinnvoll ist. In einigen Fällen sind Betroffene so stark durch die Schmerzen eingeschränkt, dass schmerzstillende Medikamente notwendig sind, um aktivierende Maßnahmen wie Physiotherapie überhaupt erst möglich zu machen.

Zur medikamentösen Schmerzbehandlung bei Rückenschmerzen gibt es unter anderem folgende Wirkstoffe:

  • Flupirtin: Es hat sich zur effektiven Schmerzlinderung bei spezifischen Rückenschmerzen bewährt. Um Leberschäden zu vermeiden, sollte die Einnahme allerdings nicht länger als zwei Wochen am Stück dauern.

  • Opioide: Sie kommen sowohl für akute als auch für chronische Rückenschmerzen als Behandlungsoption in Betracht. Die Anwendungsdauer ist beschränkt auf vier bis zwölf Wochen. Die von Patienten oft gefürchteten Gewöhnungseffekte treten bei der Schmerzbehandlung nur in relativ geringem Maße auf und sind angesichts des Zugewinns an Lebensqualität durch das Ausschalten der Schmerzen von untergeordneter Bedeutung.

  • Antidepressiva: Trizyklische Antidepressiva werden bei Rückenschmerzen vor allem dann eingesetzt, wenn gleichzeitig eine depressive Stimmungslage bei den Betroffenen besteht.

  • Muskelrelaxanzien

  • Lokalanästhetika

  • Kortikosteroide

  • Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR)

Weitere Therapiemöglichkeiten bei Rückenschmerzen

  • Multimodale Therapie: Bei Rückenschmerzen hat sich eine Kombination verschiedener Behandlungsmethoden als besonders wirksam erwiesen. Welche Maßnahmen zum multimodalen Behandlungskonzept bei Rückenschmerzen infrage kommen, können Sie hier nachlesen.

  • Akupunktur: Gegen chronische Rückenschmerzen ist die Wirksamkeit von Akupunktur belegt. Gesetzliche Krankenkassen erstatten die Kosten für Akupunktur bei Rückenschmerzen als Bestandteil einer umfassenden Schmerztherapie. Erfahren Sie hier mehr über Akupunktur bei chronischen Rückenschmerzen.

  • Osteopathie: Mittels der ganzheitlichen Heilmethode Osteopathie können Blockaden ertastet und gelöst werden, die oft ursächlich für Rückenschmerzen sind.

  • Faszientraining: Der Körper ist durchzogen von Faszien. Durch Verletzungen oder Bewegungsmangel können diese Kollagenfasern verkleben. Betroffenen kann ein spezielles Faszientraining helfen.

  • Chirotherapie: Bei Funktionsstörungen des Bewegungsapparates und Verspannungen können häufig gezielte Grifftechniken der Chirotherapie helfen, Rückenschmerzen loszuwerden.

  • Progressive Muskelentspannung: Bei verspannungsbedingten Rückenschmerzen kann regelmäßige progressive Muskelentspannung entscheidend dazu beitragen, dass sich diese lösen und die Schmerzen besser werden. Wie die Entspannungstechnik funktioniert, können Sie hier nachlesen.

  • Rückenschmerzzentren: Häufig werden Rückenschmerzen trotz intensiver, langer Therapien chronisch. Spezielle Schmerzzentren bieten Betroffenen die Möglichkeit, ein intensiveres Behandlungsprogramm mit Medizinern verschiedener Fachrichtungen zu durchlaufen.

  • Arthrose behandeln: bei Arthrose ist es besonders wichtig, Rückenschmerzen ernst zu nehmen, da die Gefahr einer Chronifizierung sehr hoch ist. Neben Schmerzmitteln und Bewegung gibt es weitere Verhaltenstipps, um eine Arthrose der Wirbelsäule aufzuhalten.

  • Rücken selbst heilen: Rückenschmerzpatienten können selbst einiges dazu beitragen, um ihre Schmerzen in den Griff zu bekommen. Hilfreiche Tipps eines Rücken-Experten finden Sie in diesem Interview.

  • Bewegung und Rückenmuskulatur aufbauen: Eine starke Rückenmuskulatur beugt verschiedensten Rückenleiden vor. Diese Art von Bewegung ist für Ihren Rücken optimal!

  • Gesunde Ernährung: Vitamine und Mineralstoffe sind auch für den Rücken wichtig – Übergewicht dagegen schadet dem Rücken. Wie eine rückengesunde Ernährung aussieht, können Sie hier lesen!

  • Neurostimulation: Bei der Neurostimulation wird eine Elektrode zwischen die Wirbel und den eigentlichen Wirbelkanal platziert. Die Elektrode gibt ständig Impulse an das Rückenmark ab. Die elektrischen Reize gelangen in das Gehirn und überlagern dort die körpereigenen Schmerzsignale. Die Kosten für das Verfahren werden von den Krankenkassen übernommen.

Multimodale Therapie von Rückenschmerzen: Die wichtigsten Bausteine
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